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Fanfiction
27.01.2012, 12:34 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.01.2012 12:36 von TogiraIkonoka.)
Beitrag #1
Fanfiction
Ich schreib grad ne eigene Fanfiction von Eragon. Dabei erzähle ich gleich vom Ende des vierten Buches weiter. Kapitel 1 ist schon fertig.

ich würde euch bitten, mir die kritikpunkte zu erzählen. nachdem man das selber schwer beurteilen kann... ich bin keinem böse, egal wie viel kritik ich bekomme (ganz im gegenteil!)

also: Kapitel 1:

WYRDA

Vernunft

Seitdem die Talíta, ein weißer Einmaster der Elfen die Grenzen Alagaësias überschritten hatte und somit die Landkarte der Elfen endete, wusste Niemand wie lange sich die einsame Einöde noch weiterziehen würde. Bisher waren fünf Tage vergangen, in denen jedoch noch immer kein geeigneter Platz zum Aufziehen der Drachen in Sicht gekommen war.
Die verbliebenen neun Bewacher der Eldunarí und die anderen zwölf Elfen, die mitgekommen waren und die Schiffsmannschaft bildeten, wussten nicht viel über das Land im Osten. Zwar waren einige Reiter mit ihren Drachen vor längst vergangener Zeit in den Osten geflogen, doch das dürre Land zog sich zu weit in die Ferne, als das einer der Kundschafter es überwunden hätte. Das Wenige, dass die Bücher der Elfen über den Osten preisgaben, war eine bedürftige Beschreibung über eine immer fort währende Steppe, ähnlich der Steppe zwischen Dras-Leona und Gil´ead, nur von einem Fluss durchbrochen.
Der Ferne Osten stellte sich als genau dieses Land vor. Die trockene Erde wurde an einigen Stellen von dürrem, braunem Gras ersetzt. Nur am Ufer des Edda prangten etwas mehr von dem trockenen Gras, doch selbst dort war der Boden nicht fruchtbar genug. Obwohl den ganzen Tag über die Sonne schien, war es nicht allzu heiß, doch auf Regen konnten die Reisenden nicht hoffen. Keine Berge und auch keine Hügel waren bisher aufgetaucht, nur flaches und ausgestorbenes Land. Vom Schiff aus konnte man bis zum Horizont sehen. Bisher waren auch noch keine Tiere zu Sichten gewesen, selbst Spinnen, Käfer und anderen Kleintieren war es im Osten zu trocken. Der Edda bog sich am vierten Tag etwas nach Norden und floss seither in wenigen weit ausgeholten Kurven weiter.
Die Talíta segelte wie von einer unsichtbaren Hand geführt in der Mitte des Flusses. Zu selten kam eine schwache Böe auf, darum hatte die Schiffsmannschaft das Segeltuch sicher verstaut. Auch wenn kein Segeltuch vorhanden war, dass gespannte hätte werden können, floss das weiße Elfenschiff in gleichmäßigem aber unaufhaltsamem Tempo voran. Somit konnten die Reisenden nur auf eine bisher unbekannte Entdeckung warten.

Bloëdhgarm ging die Stufen vom Hauptdeck zum unteren Abteil des Schiffes hinunter. Vor der Tür angekommen drehte er sich noch einmal um und sah zu den Elfen hinauf, die sich entschlossen hatten Eragon und Saphira zu begleiten. Sie nickten ihm kurz zu und blickten dann zum Himmel auf, in dem Saphira als kleiner, saphirblauer Punkt am Horizont zu erkennen war. Bloëdhgarm wendete sich der schweren Kieferntür zu und öffnete sie langsam. Eine Duftwelle aus Baumharz und Kiefernnadeln streifte über sein Gesicht. Er zog die Lefzen hoch und entblößte dabei ein kleines Stück seiner dolchartigen Fangzähne, als er den Duft einzog. Ein 40 Fuß langer Korridor offenbarte sich vor dem Wolfkatzen-Elf, an dessen Ende die Kabine von Eragon lag. Auf beiden Seiten des Korridors waren Türen eingelassen, aber die Kabinen dahinter waren unbewohnt. Bloëdhgarm trat ein und schloss die Tür leise hinter sich. Dunkelheit umschloss den Elf, doch mit seinen Elfenaugen konnte er alles Taghell sehen. Der Gang führte zum Bug des Schiffes. Schnellen Schrittes durchquerte er den Korridor.
Nichts war von seinen Schritten zu hören, da das Elfenschiff als Ganzes aus einem der größten Bäume in Ellesméra herausgesungen war und somit alle Teile des Schiffes nahtlos übergingen. Nichts, nicht einmal die Türen auf dem Schiff konnten knarren.
Vor Eragons Tür angekommen blieb Bloëdhgarm stehen. Selbst hier am Bug konnte er kein Schaukeln des Schiffes wahrnehmen, da die großen Elfenschiffe sogar bei höheren Wellen sanft durch die Fluten glitten. Der Elf klopfte dreimal gegen die Tür.
»Eragon? Bitte gewähr mir Einlass zu deiner Kabine. Wir machen uns Sorgen um dich. Seit sechs Tagen schon haben wir nichts mehr von dir gehört und bald bricht wieder die Nacht über uns herein. Saphira spricht auch nicht mit uns, sie verschließt noch immer ihren Geist.« Als Bloëdhgarm fertig gesprochen hatte hörte er angespannt hin und hoffte auf eine Antwort von Eragon. Wie immer verharrte der Elf eine Stunde still vor der Tür, doch Eragon unternahm auch heute nichts. So drehte Bloëdhgarm sich um und schritt ebenso leise wie er gekommen war den Korridor entlang zur Tür.

Eragon lag still in seinem Bett und schaute traurig zur Decke hinauf. Seit sechs Tagen hatte er sich in seiner Kabine eingeschlossen, in der er nur sein Bett, eine Truhe und ein kleiner Schreibtisch stand. Kein Hunger quälte ihn, obwohl er fast nicht gegessen hatte.
Er hatte nicht nur Roran, Katrina und die anderen Dorfbewohner verlassen, sondern auch seinen besten Freund Orik, seine Lehnsherrin Nasuada und die vielen Freunde, die er im Laufe der Zeit bei den Varden, den Zwergen und den Elfen gefunden hatte. Aber vor allem sehnte er sich nach Arya, Königin der Elfen, Drachenreiterin und Schattentöterin.
Er kannte ihre Gesichtszüge viel besser noch als seine eigenen und konnte sich somit ein genaues Abbild von ihr Vorstellen. Eine Träne rann über seine Wange und tropfte auf den mit Federn gefüllten Polster, der sie gierig aufzog. Eragon erinnerte sich an das Fairith, dass er in der Lehrstunde von Oromis von ihr gemacht hatte. Schon damals wusste er genau, wie Arya aussah und dieses Abbild von ihr auf eine mit Farbpigmenten vorbehandelte Schieferplatte projizierte. Das Fairith zeigte genau, welche unendlichen Gefühle er für die wunderschöne Elfe empfand.
Spätestens als sie mein Fairith begutachtete, wusste sie wie verliebt ich in sie war.
Dann erinnerte er sich an das Fairith, dass er bei der Lichtung nordöstlichlich von Ilirea von Arya gemacht hatte. Es war zwar nicht perfekt gewesen, doch war das Fairith ein genaueres Abbild von Arya als in Ellesméra. Trotzdem offenbarte auch dieses Wunschbild die Gefühle von Eragon, aber diesmal hatte sich Arya wirklich über das Fairith gefreut. Er fragte sich, wo das Wunschbild jetzt wohl war.
Wie gern ich das Wunschbild jetzt doch zur Hand hätte.
Wehmütig dachte Eragon zurück an die Zeit mit Arya und noch eine Träne kullerte über sein Gesicht und tropfte auf den Polster. Er sehnte sich nach dem Augenblick, in dem Arya und er gemeinsam, Hand in Hand einfach nur dagestanden und in den Himmel geblickt hatten. Dann erinnerte er sich daran, wie glücklich Saphira zusammen mit Firnen immer gewesen war und dass sie sicher noch trauriger war als er. Nun überkam ihn das Gefühl, Saphira zu helfen müssen.

Ich muss mit ihr sprechen. Seit sechs Tagen habe ich mich hier eingeschlossen und bin in meiner Trauer versunken, ohne an die Anderen zu denken. Jeden Tag war Bloëdhgarm gekommen, doch nie hatte ich ihm geantwortet. Selbst Saphira habe ich allein gelassen.
Er seufzte und setzte sich auf. Schnell zog sich Eragon ein Wams über, zog sich die Stiefel an und ging zu Tür. Brisingr samt Scheide und seinem Schwertgurt ließ er in der Kiste unter seinem Bett verstaut, da er seine Waffe auf dem Schiff sicher nicht brauchen würde.
Den Schwertgurt hatte er kurz vor der Abreise in Hedarth von Orik geschenkt bekommen. Als der Zwerg erfuhr, dass Eragon den Gürtel von Beloth dem Weisen verloren hatte, schickte der Zwergenkönig seine besten Schneider um einen neuen Schwertgurt. Über diesen hatte sich Eragon sehr gefreut, vor allem, weil er je nach Lichteinfall in allen Farben des Regenbogens schimmerte. Er hielt noch kurz inne, wischte sich die Tränen und die Trauer aus seinem Gesicht und öffnete die Tür. Er ging den Flur entlang, machte die Tür zum Deck auf und ging langsam rauf. Die Nacht war bereits über dem Schiff hereingebrochen, doch die Elfen auf dem Schiff sahen ihn trotzdem sofort. Jeder beschäftigte sich woanders, einige in einer kleinen Gruppe, ein anderer ganz alleine, irgendwo auf dem Deck. Ein Elf, den Eragon aus seiner Garde kannte spielte eine wundersame Melodie auf seiner Flöte und eine Elfe, die Eragon noch nicht gut kannte, sie aber ein paarmal bei der Agaetí Blödhren gesehen hatte, sang mit heller Stimme dazu. Als die beiden ihn bemerkten, hielten sie sofort inne. Alle Elfen, die sich auf dem Deck die Zeit vertrieben haben, eilten zu Eragon und versammelten sich um ihn herum. Als alle da waren, trat Eragon einen Schritt vom Stiegen Aufgang vor.
»Atra Esterní ono thelduin, Älfya Fricäya.«
Erstaunt darüber, dass Eragon die Begrüßungs-Formel zuerst gesprochen hatte, traten die Elfen nach und nach vor, um mit ihm die Formel zu Ende zu sprechen. Als der Letzte Elf, ein Elf mit langem silbernem Haar geendet hatte, fuhr Eragon fort.
»Es tut mir Leid, dass ich euch so lange allein gelassen habe. In meiner Trauer habe ich das Wesentliche nicht erkannt und mich stattdessen in meiner Kabine verschanzt. Doch jetzt habe ich meine Trauer überwunden und ich werde mich wieder voll und ganz meinen Aufgaben widmen. Außerdem sorge ich mich um Saphira, denn selbst mit ihr habe ich die vergangenen sechs Tage nicht gesprochen. Normalerweise kommt sie zuerst zu mir, wenn wir länger nicht zusammen gewesen sind. Könntet ihr mir bitte helf…«
Da viel ihm ein großer, schlanker Elf ins Wort, der links von Eragon stand.
»Ich entschuldige mich, euch unterbrechen zu müssen Eragon Shur´tugal, aber wir wissen auch nichts über Saphira. Als wir Roran, Arya und Firnen verlassen haben ist sie hoch in die Lüfte gestiegen und seither nicht mehr zu uns zurückgekehrt. Manchmal sehen wir sie als kleinen, saphirblauen Punkt am Horizont fliegen, doch dann hält sie ihren Geist fest vor uns verschlossen.«
Eragon wendete sich zu Eragon wendete sich zu Bloëdhgarm um, der in der Mitte des Halbkreises stand, der sich um Eragon gebildet hatte.
»Wieso habt ihr mir nicht gesagt, dass Saphira nicht zurückgekommen ist? Ich dachte sie hält nur ihren Geist verschlossen!«


»Ich wollte Euch nicht noch mehr Sorgen bereiten, außerdem habe ich mit Umaroth gesprochen und er hat eingewilligt. Er sagte auch, dass wir Saphira besser eine Weile allein lassen sollten.«
Eragon nahm diese Tatsache wortlos entgegen.
»Allerdings möchte ich selbst mit Umaroth reden, da es um meinen Drachen geht. Außerdem würde ich gerne etwas Zeit mit Saphira verbringen.«
Er machte ein paar Schritte nach Vorne und ohne sie auffordern zu müssen bildeten die 21 Elfen einen Durchgang für ihn.
Am Ende des Schiffes war eine Lucke im Boden, die den Eingang zur Ladekammer darstellte. Der Eingang war groß genug, sodass Saphira ihren Kopf problemlos hineinstecken hätte können und mit einer Falltür verschlossen. Eragon machte die schwere Falltür mühelos auf. Er sah in den klaren Sternenhimmel auf und glaubte, irgendwo in der Ferne das Gesicht von Arya erkennen zu können. Dann hüpfte er einfach in das dunkle Loch vor ihm. Zehn Fuß weit viel er in die Tiefe und landete dann elegant in der Hocke auf den Beinen, mit der rechten Hand vorne abgestützt. Er drehte sich um und begutachtete die kleine Kammer, in der er jetzt stand.
Ein runder Tisch war präzise genau in der Mitte aufgestellt worden, auf dem die Dokumente über die Waren im Lager ausgebreitet waren. In der Wand vor Eragon waren eine normale Tür links, hinter der die Nahrung, Werkzeuge und andere nützliche Vorräte gelagert waren und eine mit Schnitzereien und Edelsteinen geschmückte, sogar mit Farben bemalte Tür rechts eingelassen. Kurz überflog Eragon die Dokumente über ihre Essensvorräte, die auf dem Tisch ganz oben lagen und ärgerte sich darüber.
Wir hätten mehr Vorräte mitnehmen sollen. Wenn wir in spätestens anderthalb Wochen keinen geeigneten Aufzuchtsort für die Drachen gefunden haben, müssen wir umkehren.
Dann schritt er auf die edle Tür zu und bemerkte, dass eine detailgetreue Abbildung vom Menoa-Baum in der oberen Hälfte der Tür geschnitzt war. In der unteren Hälfte war der Garten der Tialdari-Halle geschnitzt worden, mit all ihren Bäumen und Blumen. Fasziniert erkannte er einen Schmetterling. Er saß auf einer Blume, die sich am untersten Ast eines Baumes rankte, der am Rand des Gartens neben einem Teich stand. Die Blütenkelche der Blume schimmerten in einem prachtvollen Königsblau, das zu den Blumenkronen hin in tiefes Schwarz überging- Aryas Lieblingsblume.
Wieder war Eragon den Tränen nahe, doch er hatte eingesehen, dass ihm Trauer in dieser Angelegenheit nicht half. Er konzentrierte sich auf die Atemübung, die Oromis ihm beigebracht hatte und so beruhigte er sich allmählich wieder.
Als Eragon fertig war, richtete er sich auf und straffte seine Schultern. Kurz zog er sein Wams zu Recht, streckte dann seine Hand zur Türklinke aus und drückte sie hinunter. Wie von selbst schwang die Tür auf und das erste Mal seit sechs Tagen lächelte Eragon.
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27.01.2012, 16:41
Beitrag #2
RE: Fanfiction
wer nice wenn du noch mehr schreibst ;D

PS: kann sich jemand mal meins durchlesen und kommentieren?? -.-

"Wir sind nicht allein, Kleiner"
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29.01.2012, 12:12
Beitrag #3
RE: Fanfiction
Dieses 1. Kapitel ist ja wirklich gut geworden, da kann man eigentlich nix negatives sagen, schreib bitte mehr davon.
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30.01.2012, 07:23
Beitrag #4
RE: Fanfiction
Wirklich gut mann!!!
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30.01.2012, 18:46 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.01.2012 18:54 von TogiraIkonoka.)
Beitrag #5
RE: Fanfiction
Vielen dank für euer Lob Big Grin, aber habt iher wirklich keine Kritik?



Ich könnte nen Vorschlag machen: Kapitel 2 ist fertig geschrieben, jetz schreib ich grad mit dem PC (2,5 von 14,5 vollgeschriebenen A4 seiten fehlen nur mehr!!!). Natürlich muss das alles noch überarbeitet werden, aber einen Teil davon könnte ich schon reinstellen.

kommt drauf an was ihr meint: reinstellen oder nicht?
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31.01.2012, 20:15
Beitrag #6
RE: Fanfiction
Hier ein Teil von Kapitel 2:

Eragon stand vor dem wichtigsten Raum der Talíta. Er unterschied sich nicht mit den anderen Räumen, zwar war er an die 100 Fuß lang und 25 Fuß breit, doch nicht der Raum war entscheidend, sondern sein Inhalt. Alle Eldunarí, die Eragon im Verließ der Seelen fand und auch die, die er aus der Gefangenschaft von Galbatorix befreite, waren in diesem Raum untergebracht.
Noch immer lächelnd stieß Eragon die Tür ganz auf und ein leichtes Schimmern fiel auf ihn. Das Licht kam von den hunderten Eldunarí. Es pulsierte als ständiges Glühen im ganzen Raum. An den Wänden waren auf beiden Seiten Nischen eingelassen und in jeder der Nischen ruhte ein Eldunarí, meist auf einem seidenen Beutel. Noch nicht alle Eldunarí von Galbatorix hatten einen eigens angepassten Seidenbeutel, doch die Elfen arbeiteten fleißig daran.
Beeindruckt trat Eragon ein paar Schritte ein und bemerkte, dass sich die Nischen vom Boden bis zur zehn Fuß hohen Decke zogen. Sie reichten von der Wand hinter Eragon 80 Fuß weit nach Vorne und überliefen dann zu Stufen, die an der vorderen Wand weiterliefen. In der Hinterwand war nur die Türe eingelassen, die im inneren jedoch genauso geschmückt war wie draußen. Auf den Stufen waren sorgfältig alle Dracheneiner in kleinen Einkerbungen eingebettet. In der Mitte vor den Dracheneiern stand ein kunstvoll angefertigter Thron, auf dem Cuaroc über die Eier wachte. Wie immer blickte der drachenhäuptige Metallman nach Vorn und beobachtete die Tür. Sein Blick war auf niemanden gerichtet, doch ihm entging nichts. Auch wenn s nicht so schien, beobachtete er Eragon genau und verfolgte all seine Bewegungen.
Insgesamt wirkte der Raum mit all den Eldunarí und den Dracheneiern, beschütz von Cuaroc schon sehr beeindruckend. Der wahre Grund dafür, dass Eragon das erste Mal fröhlich war, seitdem er Arya zurückgelassen hatte, stand hinter dem Thron.
Eragon ging bis kurz vor Cuaroc und blieb stehen, die Arme lässig vor der Brust verschränkt.
»Sie an, das erste Mal seit sechs Tagen hat der große Königsmörder sein Next verlassen. Willkommen im Raum der Weisen Eragon Finiarel!«
»Sei gegrüßt. Wieder einmal hast du mich vollkommen überrascht. Wie bist du denn auf das Schiff gekommen und das machst du überhaupt auf dem Schiff!«
Eine etwas kleingewachsene Frau stand mit dem Gesicht zu den Dracheneiern gerichtet hinter dem Wächter. Sie drehte sich um und schritt langsam zu Eragon heran. Rechts von Cuaroc blieb sie stehen und warf die Kapuze zurück, die bisher ihr Gesicht bedeckte. Jetzt viel das Glühen auch auf ihr und Eragon blickte in das Gesicht von Angela.
»Wo sollte ich denn sonst sein? Ich bin lieber auf der Talíta und segle in den Osten, als das ich irgendwo in der Kathedrale von Ilirea herumsitze und auf nichts wart.«
»Aber wieso bist du überhaupt mitgekommen? Im Osten gibt es nichts was du tun könntest.«
»Wie du weißt bin ich immer dort, wo etwas geschieht. Und wo könnten interessantere Dinge geschehen als in deiner Umgebung?«
»Wie du meinst. Aber lebe mit dem Wissen, dass du sehr willkommen bist. Wissen die Elfen schon von deiner Anwesenheit?«
»Sie wissen noch nichts von mir. Ich habe mich von Anfang an hier im Raum der Weisen versteckt und mich mit den Eldunarí unterhalten. Es ist sehr faszinierend, über welches Wissen jeder einzelne von ihnen verfügt. Ein Geist mehr oder weniger zwischen hunderten von Eldunarí fällt den Elfen auch nicht auf.«
Da trat Solembum in Katzengestallt auch hinter dem Thron hervor und gesellte sich zu Angela. Sie tätschelte ihm den Kopf und er begann zu schnurren und schmiegte sich eng an ihr Bein. Nach einer Weile fragte Eragon, ob Cuaroc denn keine Einwände gegen ihren Besuch hätte. Daraufhin schaute Angela zu dem Wächter der Eier hinüber und fing lauthals an zu lachen.
»Sollte ich etwa eine Bedrohung sein? Mein Interesse gehört ganz allein dir, außerdem habe ich mich in der Zwischenzeit gut um die Eier gekümmert und sie wie meine eigenen behandelt. Was ist der Grund für dein Erscheinen im Raum der Weisen?«
»Ich möchte mit Umaroth sprechen. Seit wir eine Tagesreise vor dem überqueren der Grenzen von Alagaësia die Anderen verließen, ist Saphira nicht mehr zurückgekommen. Die Trennung von Firnen hat sie sehr schwer getroffen. Ich muss sie um jeden Preis finden.
»Dann mach das, ich werde dir nach Möglichkeit helfen. Umaroth befindet sich auf der linken Seite oben in der Mitte. Glaedr ist neben ihm«
Eragon bedankte sich bei ihr, ließ sie neben Cuaroc stehen und suchte den Eldunarí. Er fand Umaroth sofort, denn sein großer, weißer Eldunarí war nur schwer zu übersehen. Er ging zu ihm, blieb kurz vor den Nischen stehen und schickte seinen Geist aus. Viele Drachen waren im Raum, doch der Geist von Umaroth war ebenso unverkennbar wie sein Eldunarí. Schwach drückte er gegen die geistige Barriere, die Umaroth um sich gelegt hatte, der ihn daraufhin auflöste und sich mit Eragon verband.
Seid gegrüßt, Ebrithil. Ich brauche eure Hilfe und bitte euch um euren Rat, denn Saphira ist noch immer nicht zurück.
Ich weiß Eragon, wir Drachen beobachten die Geschehnisse noch immer, auch wenn wir nicht mehr eingreifen. Abgesehen davon hat Bloëdhgarm schon mit mir darüber gesprochen, allerdings liegt das schon zwei Tage zurück. Es bedrückt mich, dass Saphira noch immer nicht zu uns gekommen ist, aber ich freue mich, dass du deine Trauer überwunden hast. Du bist sehr weise geworden, junger Reiter.
Oromis hatte Recht, du denkst langsam wie ein Elf, meldete sich Glaedr zu Wort.
Ich danke euch, Ebrithila, aber das Problem ist noch immer nicht gelöst. Ich sorge mich wirklich um Saphira.
So besprochen Eragon, Umaroth und Glaedr die Situation und wie sie Saphira finden konnten. Nach einer Weile schaute er zu Angela und Solembum hinüber, die während dem geistigen Gespräche die ganze Zeit neben Cuaroc stehen geblieben waren. So erklärte er den beiden:
»Wir haben keinen richtigen Plan, dafür aber eine gewisse Vorgehensweise entwickelt. Bloëdhgarm und ich werden losziehen und Saphira suchen. Die ungefähre Richtung wissen wir und wenn wir ihr näher kommen können wir sie sicher spüren. Wir werden die Eldunarí von Glaedr und Umaroth mitnehmen, da wir nicht wissen, ob und welche Gefahren auf uns lauern werden. Wenn du willst, kannst du uns begleiten und auch du Solembum bist eingeladen.«
»Ich nehme da Angebot gerne an, wie mir scheint passiert schon jetzt viel in deinem Umfeld«
»Auch ich werde dir folgen« antwortete Solembum So verkündete Eragon:
»Also ist es beschlossen.«
Vorsichtig hob Eragon den Eldunarí von Glaedr aus seiner Nische und stülpte den seidenen Beutel über ihn Er zog den Beutel zu und reichte ihn an Angela weiter. Das Gleiche machte er mit dem Eldunarí von Umaroth.
»Nun komm und beeil dich, wir haben einen weiten Weg vor uns. Achja, Eragon. Ich habe noch etwas für dich.«
Mit diesen Worten nahm Angela ihren Rucksack hervor, kramte etwas darin herum und zog schließlich einen rechteckigen Gegenstand heraus, der in einem Tuch eingewickelt war.
»Pass gut darauf!«
Dankbar nahm Eragon das Bündel entgegen. Er öffnete den Knoten und griff nach dem Gegenstand, der bis jetzt in dem Tuch versteckt war. Der Stoff viel zu Boden und mit dem ersten Blick auf sein Geschenk erstarrte er wortlos. Fast hätte er den Eldunarí von Umaroth fallen gelassen.
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07.02.2012, 15:53
Beitrag #7
RE: Fanfiction
Auf jeden Fall sind die beiden Kapitel echt gut geworden.
Ich finde es auch toll das du Angela wieder ins Spiel gebracht hast ^^
Du solltest auf jeden Fall weiter schreiben Smile

Atra du Evarínya ono varda.
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