Themabewertung:
|
Helgrind
|
|
28.03.2008, 00:06
Beitrag #46
|
|||
|
|||
|
"Danke", erwiderte Aelar aufrichtig. Sie war ihm wirklich dankbar, dass er ihr Zeit geben würde, denn sie würde sie brauchen. "Du auch."
Als Sleiz ihr Zimmer verlassen hatte, ließ sie sich in ihre Kissen sinken und schloss die Augen. Nun würde sie schon wieder eine Entscheidung treffen, deren Bedeutung mit Worten eigentlich gar nicht zu beschreiben war. Sie hasste es, sich immer entscheiden zu müssen, aber diesmal war es anders. Sie konnte auch einfach nein sagen, und dennoch würde Sleiz weiter bei ihr bleiben, dessen war sie sich sicher. Doch wieviel würde es ändern und wie würde er sich dabei fühlen, wenn sie ihn ablehnte? Sie versuchte ihre Denkweise umzustellen, denn es war schließlich nichts, was sie aus Mitleid heraus entscheiden konnte, schon gar nicht wenn die Auswirkungen dessen für die Ewigkeit waren. Sie musste es wollen, sie musste sich sicher sein. Doch sie war es nicht. Sie zweifelte daran, ob ihre Liebe für immer bestehen konnte. Auch wenn sie nicht daran denken wollte, schweiften ihre Gedanken unwillkürlich zu den letzten Tagen ab. Sie hatte ihm verziehen, vollkommen. Sie verspürte nicht einmal mehr eine Spur von Wut deswegen. Doch allein die Tatsache, dass es geschehen war, reichte aus, um ihre Zweifel noch mehr zu schüren. Schließlich gab sie es auf, nachzudenken, ließ ihre körperlich grundlose Erschöpfung sie überkommen und gab sich der Müdigkeit hin. |
|||
|
28.03.2008, 18:00
Beitrag #47
|
|||
|
|||
|
Nachdem Sleiz aufgestanden war, zog er sich an und ging dann wie er es Aelar gesagt hatte in die Bibliothek. Er wollte lernen mit seinem Seelentor umzugehen. Solange er es nicht kontrollierte würde er immer hinter Aelar zurückstehen.
Es war nicht so, dass es ihm viel ausmachte hinter ihr zurückzustehen, doch sie würde nicht immer wie in Ellesmera da sein um ihn aus solchen verzwickten Situationen zu retten. Mit Nichtmagiern wurde er zwar fertig, doch einem Magier mit der Klinge niederzustrecken war genauso sinnlos, als wollte man einen Sturm aufhalten. Er brauchte etwas womit er sich auch gegen Magier zur wehr setzen konnte und das einzige was er noch von Magie gebrauchen konnte war neben der Schattenmagie dieses Seelentor. Er nahm sich das Buch, in dem er schon vor zwei Tagen gelesen hatte und setze sich. Das Buch gab zwar leider keine Genaueren Informationen mehr über das Seelentor, dafür jedoch einige sehr interessante Zauber der Schattenmagie. Interessanter Weise beruhte viele der Zauber auf der Verbindung zur Schattenwelt, was ihm sehr gelegen war. Er hatte mittlerweile ein besonders ausgeprägtes Gespür für diese Welt, was nach seiner Vermutung mit den Kraftfressern zu tun hatte, mit denen er ungewollt seine Fähigkeiten ausgetauscht hatte. Im selben Moment fühlte er wieder diese Schwäche, wie damals in der Höhle. Seine Hand krallte sich in die Tischkante, ihm wurde schwindelig und dann kam wieder dieser unbeschreibliche Durst nach Magie. Er konnte sich nicht mehr von der Stelle bewegen, sosehr schwächte ihn dieser Durst. Als er keine andere Möglichkeit mehr sah, öffnete er das Seelentor und ließ eine Kugel aus Energie entstehen die er gierig verschlang. Entkräftet sank er in sich zusammen und keuchte nach Luft. Für das nächste Mal musste er vorbereitet sein, sonst würde es ihn noch den Verstand kosten. Vielleicht konnte er ja auch darauf hier eine Antwort finden.
|
|||
|
28.03.2008, 21:48
Beitrag #48
|
|||
|
|||
|
Aelar blieb noch eine Weile im Bett liegen, dann gab sie sich einen Ruck und stand auf. Sie war in dieser Nacht einige Male aufgewacht und jedes mal war es ihr danach schwerer gefallen, wieder einzuschlafen. Und es mit ihrem Denken genau das Gleiche gewesen - je mehr sie mehr sie sich anstrengte, umso schwerer fiel es ihr letztenendes. Sie war keinen Schritt weitergekommen, so sehr sie auch versuchte, sich einer Richtung auf dem Weg zu ihrer Entscheidung zuzuwenden.
Sie bemerkte wie sie im Zimmer auf und ab lief und hielt abrupt an. Gott, sie musste hier weg, sonst würde sie wahnsinnig werden. Sie lief weg, das wurde ihr bewusst, doch wenn sie es schon tat, und es nicht verhindern konnte, dann wenigstens nicht nur in ihrem Inneren. Sie sandte ein wenig heilende Magie in ihren Körper, um die Müdigkeit zu beseitigen, dann verließ sie das Zimmer, nachdem sie sich umgezogen hatte, und machte sich auf den Weg in die Bibliothek. Mit jedem Schritt, den sie näher kam, fiel es ihr schwerer, weiterzulaufen, doch sie zwang sich, nicht umzudrehen, sondern Sleiz persönlich zu sagen, was sie vorhatte. Am liebsten hätte sie ihm einfach einen Gedankenruf gesandt und wäre dann verschwunden, doch das konnte sie nicht machen. Sie fand Sleiz in dem Sessel sitzend, den er schon bei ihrem ersten Besuch eingenommen hatte und tief in ein Buch versunken. Sie stellte sich genau vor ihn hin, und er hob den Kopf. Sie wartete nicht erst sondern, versuchte schnell aber gleichzeitig ruhig zu sprechen. "Es tut mir leid, aber ich habe noch keine Entscheidung treffen können. Ich werde heute wieder fliegen, um etwas nachdenken zu können; ich denke, ich bin zum Abend zurück." |
|||
|
28.03.2008, 22:23
Beitrag #49
|
|||
|
|||
|
Als Aelar zu Sleiz kam, hatte er sich wieder von seinem Anfall erholt. Aelar jedoch schien gehetzt, er brauchte nichtmal ansatzweise nach ihren Gefühlen tasten um es zu merken. Er legte das Buch weg stand auf und blickte Aelar tief in die Augen:
,,Aelar hör mir zu, du hast für deine Entscheidung alle Zeit der Welt, hör auf die deswegen zu hetzen. Manchmal benötigt es länger als nur einige Stunden um eine Entscheidung zu treffen. Es ist nur wichtig, dass du deine Entscheidung aus voller Überzeugung wählst und dich dabei nicht selbst quälst. Und da ist noch etwas, egal welche Entscheidung du triffst es wird nichts daran ändern, wie ich dich sehe, oder wie ich handeln werden. Solltest du der Ansicht sein, das dir diese Bindung zu nahe ist und dich gegen den Blutspakt entscheiden, so wird es sein als ob wir niemals davon erfahren hätten. Er gab Aelar einen sanften Kuss, dann verschwand er zwischen einigen Regalen, kam jedoch als Aelar schon fast aus der Tür war nocheinmal zurück. ,,Auch übrigens, wenn du schon mal da draußen bist könntest du dann vielleicht in Erfahrung bringen was es neues in der Welt gib? Ich meine Unsichtbar hast du ja nicht zu befürchten entdeckt zu werden. Ich brenne darauf zu wissen was in der Welt geschehen ist seit wir in Ellesmera waren. Vor allem ob die Elfen uns immer noch suchen, nachdem ich einem von ihnen eingebläut habe das wir keine Streit mehr mit ihnen wünschen. Er blickte sie noch einen Moment an, ,,Pass auf dich auf. Dann war er wieder zwischen den Regalen verschwunden und suchte nach einem neuen Buch das ihm Half etwas gegen seinen Magiedurst zu tun.
|
|||
|
29.03.2008, 00:47
Beitrag #50
|
|||
|
|||
|
"Ich weiß, aber ich kann nicht anders..." Aelar erwiderte den Kuss schwach, dann ging sie zum Ausgang der Bibliothek, und blieb noch kurz stehen als Sleiz nocheinmal das Wort an sie richtete. Nachdem er geendet hatte, nickte sie nur und verschwand dann. Sie verließ das Versteck auf dem demselben Weg wie am Tag zuvor. Nachdem sie unsichtbar geworden war, erhob sie sich auf eine gewisse Höhe, bevor sie ihren Geist ausschickte, um die Elfen zu finden. Sie suchte stundenlang, näherte sich allerdings nicht Du Weldenvarden. Von einem Ort zum anderen reiste sie über die Schattenwelt und durchforstete dann die nähere Umgebung, doch - es war ihr selbst ein Rätsel, warum - konnte sie keine Spur der Anwesenheit auch nur eines einzigen Elfen ausmachen. Entweder sie verhüllten ihr Aura, das konnte gut sein - aber eigentlich konnte es nicht möglich sein, denn selbst wenn dem so wäre, hätte sie trotzdem etwas bemerken müssen, denn sie suchte nicht nur mit ihrem Geist, sondern auch mit ihren Augen. Oder aber, so seltsam es ihr auch erscheinen mochte, sie hatten sich zurückgezogen... Doch hatten sie sich wirklich durch Sleiz´ Ansprache besänftigen lassen? Wohl kaum, das lag auf der Hand. Vorerst konnte sie jedoch nichts tun, um mehr herauszufinden, außerdem war das nicht der Hauptgrund, warum sie das Anwesen wieder verlassen hatte.
Sleiz hatte Recht - es würde nichts ändern, egal wie sich entscheiden würde, jedenfalls nicht an ihren Gefühlen. An ihrem Leben allerdings schon. Wenn sie den Blutpakt erst geschlossen hatten, würden sie alles teilen. Sie konnte sich nicht schnell entscheiden. |
|||
|
29.03.2008, 16:10
Beitrag #51
|
|||
|
|||
|
Sleiz suchte vergeblich, alles was er fand war ein unvollständiger Steckbrief über diese Wesen, der allein auf Beobachtungen beruhte. Es war sinnlos, so würde er niemals weiterkommen. Er überlegte weiter, was konnte er noch gegen diesen Durst unternehmen wenn er schon nicht nach dessen Ursache forschen konnte. Eindämmen konnte er diesen Fluch nicht, dafür wusste er einfach zu wenig über diesen. Auch konnte er nichts tun um vorauszusagen wann ihn der nächste Anfall überkommen würde.
Vorerst blieb ihm also nur die Möglichkeit, er musste Vorsorgungen treffen um dann wenn er wieder nach Magie dürstete schnell etwas zur Hand zu haben. Seine eigene Magie zu verschlingen, genauso wie Aelars wäre zu gefährlich. Sollte er die Kontrolle verlieren, wäre es entweder sein oder ihr Tod. Er musste Magie also speichern und diese Dann einfach griffbereit haben um sie dann während eines Anfalls statt anderer Magie einzunehmen. Damit waren seine Überlegungen weit genug um eine neue Richtung einschlagen zu können. Sleiz hatte etwas länger gebraucht als ihm lieb war, doch endlich hatte er eine Methode gefunden. Einfach würde das ganze nicht werden, einen Trank der Magie speicherte zu brauen. Vor allem waren die Zutaten für diesen mehr als exotisch. Konnte er sie dank der Schattenreise alle erreichen, doch selbst dann wäre es noch eine verdammte Schinderei. Immerhin konnte er bis auf vier alle Zutaten in der Nähe des Helgrind finden. Vorerst jedoch musste er warten bis Aelar zurückkam und dann noch bis die Nacht anbrach, da für ihn sonst das Risiko entdeckt zu werden zu groß war. Also lehnte er in seinem Sessel zurück es einfach einmal die Zeit ungenutzt verstreichen lassen zu können. Aelars Zustand machte ihm Sorgen. Er hätte doch besser damit warten sollen, doch nun war es zu spät. Er konnte ihr nicht nehmen, dass sie sich so schnell wie möglich entscheiden wollte und genauso wenig konnte er ihr ihre Zweifel nehmen die sie zwischen den Möglichkeiten ihm zu antworten zerrissen. Aber was konnte er noch tun außer sie nicht in ihrer Entscheidung zu beeinflussen Nichts, Rein gar nichts. Gestand er sich. Auch wenn er wollte er konnte Aelar nicht helfen.
|
|||
|
10.04.2008, 22:16
Beitrag #52
|
|||
|
|||
|
Eigentlich hätte Aelar durch die Schattenwelt zurückreisen können, doch im Augenblick brauchte sie das Gefühl der Freiheit, das sie beim Fliegen empfand. Dass sie zurückkehrte hieß, sie würde unweigerlich wieder mit ihrer Entscheidung konfrontiert sein. Auch wenn sie nur kurz weggewesen war - es war beruhigend gewesen, zu wissen, dass sie nicht für immer an einem Ort bleiben musste, sondern gehen konnte, wohin sie wollte.
Jetzt wollte sie ihre Ankunft solange wie möglich hinauszögern... Deshalb flog sie und flog, bis der Tag der Nacht und die Nacht dem Tag wich. Sie war etwa drei Tage weg gewesen, trotzdem kam es ihr vor als wäre es Wochen her, als sie den Helgrind schon aus Kilometern Entfernung vor sich aufragen sah. Mit wachsender Unruhe flog sie an dem dunklen Fels empor, bis sie seinen Gipfel erreichte. Als sie schließlich im Innern angelangt war, fühlte Aelar sich ein wenig besser. Auch wenn sie Sleiz jetzt wiedersehen würde - der Anblick der großen Empfangshalle mit seinen beinahe schwarzen, kalten Wänden hatte etwas Beruhigendes, etwas, das ihr ein Gefühl der Geborgenheit gab, wie sie es nie gehabt hatte. |
|||
|
16.04.2008, 17:19
Beitrag #53
|
|||
|
|||
|
,,Schön dich mal wieder zu sehen. Hab mich schon gefragt was du so lange machst. Wie war das noch mal bin gegen Abend wieder zurück? Sleiz trat grinsend aus dem rechten Seitengang und wartete erst gar nicht darauf, dass sie sich rechtfertigte, stattdessen Schritt er auf sie zu schloss sie in die Arme und küsste sie. ,,Ist schon gut, ich hatte selbst einiges zu tun und nachdem ich einmal kurz meinen Geist ausgesandt hatte um mich zu vergewissern, dass dir nichts zugestoßen ist hab ich mir auch keine Sorgen mehr gemacht.
Sleiz hatte wirklich alle Hände voll damit zu tun gehabt den Trank zu brauen, den er benötigte um seinem Magiedurst zu stillen und immer noch war er nicht fertig. Er hatte in der hintern Ecke der Bibliothek ein kleines Laboratorium gefunden, in dem er mit einigen wenigen Gefäßen nun an dem Gebräu arbeitete. ,,Eigentlich würde ich ja gerne wissen was du so gemacht hast, aber ich muss jetzt erstmal los. Warum erzähl ich dir wenn ich wieder da bin, doch jetzt steh ich etwas unter Zeitdruck. Sleiz hatte zwar schon in der ersten Nacht alle Pflanzen gesammelt die er für das Elixier benötigte doch ein Kraut konnte nur im frischen Zustand beigefügt werden, dann wenn der Trank bis auf diese letzte Zutat fertig war. Auch musste er sie während des Sonnenuntergangs ernten da das Kraut nur dann seine Wirkung entfaltete. ,,Ich werde nicht lange weg sein. Wenn du möchtest steht in Vorratsraum noch was zu Essen falls du möchtest. Er beugte sich noch mal zu ihr hinunter und küsste sie ein weiteres Mal, dann verschwand er in den Raum aus dem Aelar gerade gekommen war.
|
|||
|
17.04.2008, 17:30
Beitrag #54
|
|||
|
|||
|
Zuerst hatte sie das auch vorgehabt, aber jetzt wo Sleiz nicht weiter darüber sprach, erwiderte sie nichts mehr darauf; er konnte sich ohne Bemühungen vorstellen wie sie sich gefühlt hatte.
Doch sie war selbst überrascht - ihr anfängliches Unbehagen hatte sich sofort in Luft aufgelöst als er auf sie zugetreten war und sie wieder seine Nähe spüren konnte; und so war sie beinahe etwas enttäuscht als er ihr sagte, er müsste schon wieder weg. Da konnte auch sein Versprechen, so schnell wie möglich zurückzukehren, nichts helfen. "Na gut", erwiderte sie und ließ Sleiz widerwillig los. "Aber wenn du zurück bist, kommst du zu mir. Egal wie spät es ist", fügte sie noch mit einem leichten Grinsen hinzu. Er beantwortete ihre Aufforderung mit einem weiteren Kuss, dann wand er sich um und entfernte sich. Aelar stieß einen leisen Seufzer aus, dann verließ auch sie die Halle. In ihrem Zimmer angekommen schritt sie sofort ins Bad und drehte die Wasserhähne auf. Sie wollte gar nicht daran denken, dass sie immer noch keine Entscheidung getroffen hatte. Das warme Wasser beruhigte sie wieder ein wenig und sich entschied, sich für heute keine Gedanken mehr darüber zu machen. Und sie vertraute Sleiz - wenn er sagte, sie hatte ewig Zeit, dann würde er sie ihr lassen. |
|||
|
17.04.2008, 20:51
Beitrag #55
|
|||
|
|||
|
Sleiz hielt Wort und war schon kurz nach Sonnenuntergang wieder zurück. Zuerst ging er in die Bibliothek und war die Kräuter in den Trank, dann machte er sich auf den Weg zu Aelar.
Sie hatte sich seit ihrer letzten Begegnung wieder einiger maßen entspannt. Sleiz hatte gehofft das ihr der Ausflug geholfen hatte sich wieder zu beruhigen. Er klopfte an, wartete einen Momente, dann trat er ein. Aelar lag auf ihrem Bett und hatte sich gerade erst wieder aufgerichtet. ,,Du hattest gesagt egal wann. Entschuldigte sich Sleiz. ,,Außerdem hab ich noch was. Er stellte zwei Flaschen auf den Tisch deren Aufschrift eindeutig von Elfen war. ,,Nein ich habe sie nicht von den Elfen sondern von einem Menschen. Mehr wie zwei Flaschen konnte ich leider nicht mitnehmen. Er setzte sich und reichte Aelar eine der Flaschen. ,,Also dann erzähl mal was du so während deinem Ausflug erlebt hast. Gibt es etwas Neues von den Elfen? Ich weiß nicht wie ich die ihre Untätigkeit einordnen soll und es macht mich unruhiger als wenn sie jedes Drecksloch nach uns absuchen würden.
|
|||
|
17.04.2008, 21:16
Beitrag #56
|
|||
|
|||
|
Aelar nahm eine der Flaschen entgegen, entkorkste sie jedoch nicht, sondern legte sie vorerst nur neben sich auf das Bett.
"Also von den Elfen habe ich nicht viel erfahren. Ehrlich gesagt hätte ich mir mehr erhofft. Wenigstens, dass ich einem der ihren oder einer kleinen Gruppe über den Weg laufe - natürlich nicht, dass sie mich entdecken -, oder auch nur irgendwo ihre Anwesenheit bemerke, aber da war nichts." Sie runzelte die Stirn. "Überall, wo ich gewesen bin, habe ich rein gar nichts gespürt, das auf ihre Gegenwart hätte hindeuten können. Es war merkwürdig... Als würden sie sich verstecken... Ich weiß es nicht." Sie machte eine kurze Pause während sie an die Begegnung in Aberon dachte. "Allerdings hab ich jemand anderes getroffen." Mit einem beständigen Grinsen auf den Lippen erzählte sie Sleiz von dem Treffen, und von ihrer Entscheidung, Alice und Lythanda nicht entgegenzutreten. "Ich habe kein Interesse mehr daran", entdete sie, dann sah sie wieder zu Sleiz als ihr auffiel, dass ihr Blick zu der Flasche neben ihr geglitten war, ohne, dass sie wirklich auf sie achtete, so in Gedanken versunken. "Wofür sind die eigentlich?" Sie hob die Flasche hoch. "Hab ich was verpasst?" |
|||
|
17.04.2008, 21:51
Beitrag #57
|
|||
|
|||
|
,,Verpasst hast du nichts, vielmehr etwas nachzuholen. Sleiz grinste Aelar an.
,,Damals in der Wüste hatten wir nicht die Gelegenheit deine Vollwertigkeit zu feiern und ich habe dir versprochen, dass wir das nachholen werden. Nun ich denke jetzt währe ein guter Zeitpunkt dafür oder findest du nicht. Sleiz hob seine Flasche und entkorkte sie, ,,Auf dich, Aelar, vorerst leider einigste vollwertige Schattin und begabteste Magieanwenderin unseres Volkes Auch Aelar hob nun ihre Flasche und stieß mit ihm an bevor auch sie ihre Flasche entkorkte und gemeinsam mit ihm trank. ,,Nunja das hätten wir dann auch geklärt und morgen kann ich dann endlich ein weiteres Problem aus der Welt schaffen. Während du weg warst hab ich etwas hergestellt, dass Sleiz kam nicht weiter, er griff um seinen Hals, seine Kehle war wie zugeschnürt. Seine Wahrnehmung wurde schwächer und er verlor das Gleichgewicht und schlug hart auf dem Boden auf. Sein Geist war benebelt, einzig der Durst war geblieben Durst nach Magie. Aelar war von ihrem Bett gesprungen und beugte sich nun über ihn, ihre Magie, er konnte spüren wie sie durch ihren Körper strömte, sie beinah schon sehen- Nein er durfte nicht der Versuchung erliegen sich ihrer Magie zu bedienen. Wer konnte sagen was für Folgen das haben konnte. Er stieß sie von sich, damit sie nicht doch Opfer seines Magiedurstes wurde. Nun benutzte er wieder einmal seine eigene Magie um das bestialische Verlangen nach Magie zu stillen. Sleiz merkte wie es ihn schwächte und ihm jegliches Gefühl von Wärme nahm. ,,Verflucht, warum ausgerechnet jetzt. Wenigstens ist morgen endlich das Elixier fertig, dann hat dieser Fluch ein vorläufiges Ende. Sleiz kam langsam wieder auf die Beine und setzte sich wieder auf den Stuhl wo er kraftlos sitzen blieb.
|
|||
|
18.04.2008, 17:19
Beitrag #58
|
|||
|
|||
|
"Geht´s wieder?" Aelar half Sleiz vorsichtig auf und er setzte sich auf den Stuhl neben ihrem Bett. Sie kniete sich neben ihn und nahm seine Hände in ihre. Beruhigend strich sie über seine Handrücken.
"Dir ist eben dasselbe passiert wie nachdem wir die Bücher aus Gil´ead geholt haben, oder?" Sie hatte dieses Schauspiel zwar nur ein einziges Mal mitbekommen, aber das hatte gereicht, um ihr zu zeigen, welche Konsequenzen diese Beeinträchtigung für sie beide haben konnte. Wenn diese Anfälle immer so unerwartet und plötzlich kamen, würden sie kaum verhindern können, dass irgendwann einem von ihnen ernsthaft etwas passierte. Er hatte gesagt, er habe diese Eigenschaft von den Kraftfressern erhalten als seine Seele damals so lange in der Schattenwelt gewesen war. Was, wenn sein Hunger einmal ebenso unbändig wurde, wie der ihrer? "Alles ist gut" sagte sie ruhig; Sleiz sah immer noch bestürzt aus. "Du hättest dich nicht so anstrengen müssen - ich hätte dir etwas meiner Magie geben können." Sie hätte schon dafür gesorgt, dass er sich nicht mehr zurückhalten konnte. Er schüttelte den Kopf aber sie ging nicht weiter darauf ein. "Was hast du dagegen gefunden - das wolltest du doch sagen, oder?" |
|||
|
18.04.2008, 21:35
Beitrag #59
|
|||
|
|||
|
,,Danke Aelar, doch ich will nicht riskieren die Kontrolle zu verlieren, wenn ich erstmal angefangen habe von deiner Kraft zu zehren. Deshalb habe ich ja gerade nach einem Weg gesucht dies zu umgehen. Was ich gefunden habe kann mir zwar nicht den Durst für immer nehmen, doch es dann ihn vorübergehend stillen. Morgen werde ich ihn fertig haben, dann werden wir ja sehen ob sich die Mühe gelohnt hat.
Er atmete noch einige Male tief durch, dann hatte er sich wieder halbwegs gesammelt. ,,Aber dazu morgen Er griff wieder zu der Flasche und trank. ,,Komm ich lass mir von so etwas nicht die Nacht verderben. Erzähl mir mehr über diese Alice. Sleiz hatte Interesse an dieser Menschenfrau bekommen. Vor allem ihre, wenn auch nur für Menschenmaßstäbe, hohe magische Begabung weckte seine Neugier. Aelar erzählte ihm ausführlich über Alice und darnach kamen sie auch noch auf andre Themen zu sprechen. Als die Flaschen schon seit einiger Zeit leer waren und die Lichter der Steine langsam schwächer wurden stand Sleiz auf und verließ, nachdem er Aelar noch einen abschließenden Kuss gegeben hatte ihr Zimmer.
|
|||
|
19.04.2008, 22:18
Beitrag #60
|
|||
|
|||
|
[CENTER]-3 Monate später-[/CENTER]
Mit einem schnellen Schlenker ihres Schwertes blockte Aelar Sleiz´ Attacke ab und setzte dann sogleich zum Gegenangriff an. Er wich zurück und im nächsten Moment klirrten ihre Waffen wieder aufeinander. Sie musste sich ein Grinsen verkneifen, um sich nicht zu verraten. Die häufigen Übungen in den letzten Monaten hatten sie im Wandeln durch die Schattennwelt deutlich besser werden lassen und so brauchte auch sie wie Sleiz kein bestimmtes Medium mehr, um sich zu dematerialisieren. Sie trat einen weiteren Schritt auf ihn zu, dann war sie verschwunden. Sie brauchte nur eine Sekunde, um sich in Sleiz´ Schatten wieder zu materialisieren, dann schlang sie ihm einen Arm von hinten um den Hals, trat ihm die Beine weg und zwang ihn so zu Boden. Keuchend landete sie neben ihm und brach in schallendes Gelächter aus, während sie ihn weiter unten hielt. Wahrscheinlich hätte er sich ohne übermäßigen Kraftaufwand befreien können, doch er gab sich keine große Mühe, wieder auf die Beine zu kommen, sondern rang viel mehr nur noch aus Spaß mit ihr. In den letzten Monaten hatten sie - so sehr sie auch anfangs daran zu zweifeln gewagt hatte - eine Art Rhythmus gefunden, den man tatsächlich fast als Alltag bezeichnen konnte. Sie flog nun alle paar Tage aus, damit sie, was die Elfen und das übliche Geschehen in Alagaesia betraf, auf dem Laufenden blieben. Sleiz nahm regelmäßig den Trank gegen seinen Magiedurst ein und konnte so größtenteils weitere Anfälle verhindern. Sie hatte ihm angeboten, von ihrer Magie zu nehmen, doch dies lehnte er ab. Das Schwert hatte sie sich nach einer ihrer Reisen geschmiedet, und so trainierten sie und Sleiz jetzt fast jeden Abend, um ihre Fähigkeiten aufrechtzuerhalten, wo Sleiz keine Magie mehr nutzen konnte und sie schon so lange nur mit dieser Methode gekämpft hatte. Sie drehte sich auf ihn und warf ihr Schwert zurseite, seines - den wandelbaren Schattenspeer - löste sie problemlos aus seiner locker geschlossenen Hand. "Ich schätze, du hast verloren", stellte sie belustigt fest. "Wie schade." |
|||
|
|
Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 3 Gast/Gäste






![[Bild: nicedayce8.png]](http://img145.imageshack.us/img145/1158/nicedayce8.png)

