Themabewertung:
|
Auf der Suche nach Antworten
|
|
15.02.2008, 00:17
Beitrag #1
|
|||
|
|||
|
Auf der Suche nach Antworten
Schweigend gingen sie ihres Weges, langsam, keiner der beiden - so ging es Aelar zumindest - schien wirklich an ihr Ziel kommen zu wollen. Denn dann würden sie, wenn sie mit ihrer Suche erfolgreich waren, tief in Sleiz´ Vergangenheit vordringen, und er selbst schien tatsächlich Angst davor zu haben, alles, was ihn vorher so interessiert hatte, nun endlich herauszufinden.
Sleiz hatte immer gedacht, sie wäre gezwungen worden zum Schatten zu werden, aber dagegen, dass es ihm von Geburt an vorbestimmt gewesen war, letztendendes ein solches Leben verbringen zu müssen, war ihre Verwandlung vollkommen ihre eigene Entscheidung gewesen. Als Gil´ead schließlich unter ihnen in Sicht kaum schien Sleiz sich neben ihr merklich zu verkrampfen. Aelar blickte zu ihm hinüber, er stand in einigem Abstand neben ihr und hatte den verkrampften, bemüht ausdruckslosen Gesichtsausdruck aufgesetzt, den sie schon von ihm kannte, wenn er seine Gefühle verbergen wollte. Sie wandte den Blick von ihm ab und konzentrierte sich auf die Umgebung außerhalb der Schattenwelt. Aelar materialisierte sich in einen Häuserschatten und wartete bis Sleiz neben ihr erschien. Verdammt, er wirkte so schrecklich verbittert, ängstlich, traurig, aber er wollte seine Emotionen um jeden Preis verstecken, wie er es schon immer getan hatte. Aelar ging auf ihn zu und nahm ihn wortlos in die Arme, drückte ihn fest an sich und strich über seinen Rücken. Er schien sich anzuspannen, doch sie hielt ihn fest, sie musste ihm einfach Trost spenden, in diesem Moment, in dem er so verletzlich schien. "Sleiz, es tut mir so Leid", flüsterte sie an seinem Ohr. Sie konnte es einfach nicht ertragen, ihn so zu sehen, lieber wollte sie seinen Schmerz mit ihm teilen. |
|||
|
15.02.2008, 21:42
Beitrag #2
|
|||
|
|||
|
Sleiz war von Aelars Geste und ihren Worten überrascht doch zugleich war er froh, dass sie ihm helfen wollte.
,,Es gibt nichts was dir Leid tun muss. Ich bin es der dem etwas Leid tun muss. Mein Leben ist vom Tod geprägt er ist mein stetiger Begleiter und er hatte schon immer das Verlangen mir diejenigen die mir Nahe stehen zu sich zu holen. Meine Vergangenheit ist gezeichnet von Tod derer die mir nahe standen und ich habe Angst davor das meine Zukunft nicht anders sein wird und das du die Nächste sein wirst. Zweimal ist das jetzt schon fast der Fall gewesen und beide Male hatten wir mehr Glück als Verstand." Eine Träne löste sich aus seinen feuchten Augen und weitere folgten. Er war am Ende, seine Vergangenheit hatte ihm wieder einmal gezeit wie grausam das Leben doch war. ,,Ich bin zerissen. Wenn ich mehr erfahre habe ich vielleicht die Möglichkeit deinen Tod zu verhindern doch vielleicht wird genau dieses Bestreben es unausweichlich machen." Er erwiderte ihre Umarmung doch fühlte er sich so schwach als ob er gleich das Bewusstsein verlieren würde. Sie war alles was ihn noch hier hielt. Sie zu verlieren wäre das unerträglichste was er sich vorstellen könnte selbst ein schmachvoller Tod durch Elfenhand wäre ihm lieber als Aelar Tod zu wissen. ,,Ich habe Angst dich zu verlieren, wenn ich weiter nach meiner Vergangenheit, oder meine Zukunft suche. Doch vielleicht hilft mir gerade das weiter unser Leben besser zu schützen wenn ich weiß wofor wir uns in Acht nehmen müssen."
|
|||
|
16.02.2008, 17:56
Beitrag #3
|
|||
|
|||
|
"Vielleicht, doch nichts wird etwas daran ändern, dass du mich nicht verlieren wirst", sagte Aelar leise aber bestimmt. "Weder durch meinen Tod, noch werde ich dich verlassen."
Sie griff ihm in den Nacken und fuhr in kreisenden Bewegungen über seine Halsschlagader, um ihn zu beruhigen. Das sanfte Kreisen schien ihn ein wenig von dem Zittern zu befreien, doch dann spürte sie wie ihr etwas auf den Hals tropfte und und dann an ihr hinabrann. Sie hob den Kopf. Er weinte. Er hatte tatsächlich Tränen in den Augen. Aelar war so überrascht, dass sie ihn eine Weile nur verwundert ansehen konnte. Sie hatte sich vorgestellt wie es wohl sein würde, wenn Sleiz seinen Gefühlen, seiner Trauer freien Lauf lassen würde, doch sie hatte nicht damit gerechnet, dass dies wirklich einmal in dieser Form geschah. Nun war es an ihr, ihm die Tränen aus dem Gesicht zu streichen, dann drückte sie seinen Kopf behutsam zu sich runter, sodass er an ihrer Stirn lehnte, und legte ihm eine Hand auf die Wange. "Ich werde bei dir bleiben und dir helfen." Sie blickte ihm in die glasigen Augen, die immer noch feucht glänzten. "Gemeinsam schaffen wir das. Gemeinsam überstehen wir alles, was kommt, alles was wir in Erfahrung bringen. Und wir finden die Anderen." |
|||
|
16.02.2008, 21:48
Beitrag #4
|
|||
|
|||
|
Aelars Worte hatten seine durchwühlten Gefühle wieder geordnet, die seit seinem Fall von der Klippe nicht mehr gestimmt hatten. Sein Hass auf die Elfen hatte ihn zerfressen und ihn dabei vergessen lassen wie wichtig Aelar und er sich gegenseitig waren.
Sie hatte recht wer sollte sie beide auseinander bringen wenn sie vereint waren, sie zwei vollwertige Schatten, zumal niemand wusste wo sie waren oder wo sie hingehen würden. ,,Du hast Recht, die Wut hatte mich zerfressen und mich blind gemacht für unsere Gefühle." Dankbar für ihren Beistand beugte er sich weiter zu ihr hinunter bis sich ihre Lippen berührten. Ihr Kuss war nicht so lange wie der in der Wüste, doch war er genauso voller Leidenschaft und diesmal wurden sie nicht unterbrochen. Sachte löste er sich aus ihrer Umarmung. ,,Wir müssen uns darum bemühen uns zu verstecken. Damit man uns tagsüber nicht findet. Du könntest dich unsichtbar machen und ich könnte mich in den Schatten verstecken. Dabei könnten wir beide versuchen Informationen zu finden, irgendetwas was uns weiterhilft. Bist du damit einverstanden?
|
|||
|
18.02.2008, 21:51
Beitrag #5
|
|||
|
|||
|
Aelar nickte nachdem sie Sleiz noch eine Weile angesehen hatte. Er hatte Recht. Die Elfen würden natürlich nach ihnen suchen und sie konnten sich nirgendwo sicher sein, nicht entdeckt zu werden, egal wie unwahrscheinlich es auch zu sein schien.
In wenigen Stunden würde es hell werden - sie konnten sich keine Pause erlauben, obwohl es ihr eigentlich lieber gewesen wäre, nach alldem etwas Schlaf zu finden, doch nach dem letzten Mal würde ihr das wohl in Zukunft das nicht mehr so leicht fallen, egal wie abgeschieden der Ort, an dem sie sich aufhielten auch war. Aber was dachte sie sich eigentlich? Sie war kurz davor, auf der Stelle zusammenzubrechen, und nicht mal ganz Du Weldenvarden würden daran etwas ändern können. "Sleiz", sagte sie schließlich langsam und kam sich völlig bescheuert dabei vor, "ich gebe es wirklich ungern zu aber ich bin völlig am Ende." Die Gefangennahme und die anschließenden Stunden in ihrer wundervollen Gesellschaft. Der Gedanke an die groben, fordernden Hände der Elfen ließ sie schaudern. Sie hatte sich nicht wehren können, hatte alles über sich ergehen lassen müssen. Aber das Schlimmste war es gewesen, die ganze Zeit in dem Gedanken zu leben, Sleiz sei tot. Gott, und sie wollte ihn hier beruhigen wenn er Angst davor hatte, sie zu verlieren. Ihr ging es doch genauso. Und dies noch einmal zu erleben würde sie nicht verkraften. "Wir können uns mit der Wache abwechseln oder einen Schutzschild aufbauen, der uns vor den Elfen verbirgt..." Sie sah Sleiz zögernd an. |
|||
|
18.02.2008, 22:23
Beitrag #6
|
|||
|
|||
|
,,Du hast Recht. Ich habe mich seit dem Fall von der Klippe auch nicht mehr ausgeruht." Er sah sich nach einem passenden Möglichkeit um, ein Ort abgeschieden, wo niemand hinkommen würde. Sein Blick fiel auf eine Tür die anscheinend in den Keller eines Hauses führte und verschlossen war. Er ging auf die Tür zu und entriegelte sie mit magischer Hilfe.
Er betrat den Keller der nur, aus einem einzigen Raum bestand. Allen anschein war es Warenlager worauf er gestoßen war. Dicke Stabschichten auf den Kisten und Fässern ließ darauf schließen das hier schon seit geraumer Zeit niemand mehr gewesen war. Er kam wieder hoch zu Aelar und teilte ihr mit was er gefunden hatte. ,,Sieht ganz gut aus. Zwar nicht besonders gemütlich, aber es dürfte reichen." Sie stimmte zu und betrat mit ihm den Raum. Sleiz fand eine Öllampe und Aelar zündete diese an wodurch sie etwas Licht hatten. ,,Ruh du dich aus, ich halte wache. Du brauchst den schlaf dringender als ich." Es war nachlässig von ihm gewesen nicht zu merken wie müde sie war. er hätte es sich eigendlich denken müssen, die Gefangenschaft bei den Elfen war sicher schlimm gewesen. Was sie ihr alles angetahen hatten, das würde er sie nicht fragen. Er würde ihren Erinnerungen nicht noch schmerzhafter machen, doch schon allein das was mitbekommen hatte reichte ihm um sich ein grobes Bild über Aelars Aufenthalt zu machen. Er hatte mehr Achtung von den Elfen erwartet. Abgesehen von Folterungen hatte man damals als er gefangen gewesen war, noch darauf geachtet das er keinen Schaden nahm. Sie waren mitlerweile schlimmer als Menschen und bald sogar noch barbarischer als selbst die Urgals. Sie waren eine Schande für ihre Vorfahren und er schämte sich insgeheim jemals einer der ihren gewesen zu sein.
|
|||
|
18.02.2008, 22:52
Beitrag #7
|
|||
|
|||
|
Aelar nickte nochmals, dann ließ sie sich auf eine kleine Ansammlung von Mehlsäcken fallen, die ausgebreitet in einer der dunklen Ecken des offensichtlichen Lagers lagen. Sie lächelte Sleiz an, der sie beinah besorgt ansah. Solange er Wache hielt fühlte sie sich sicher, denn er konnte sich auch ohne Magie ausreichend verteidigen.
Trotzdem hoffte sie, dass die Elfen sie dieses mal nicht schon wieder so schnell ausfindig machen würden, oder noch schlimmer: sie wieder trennen könnten. Sie wandte sich von Sleiz´ ab und drehte sich auf die Seite. Beinah augenblicklich fielen ihr die Augen zu und sie sank in den Schlaf, der sich für sie völlig fremd anfühlte als hätte sie seit langer Zeit nicht mehr ausgeruht. Die Elfen, die sie während ihrer Gefangennahme nur hatte hören und verdammt nochmal spüren können, nahmen in der Schwärze Gestalt an. Ihre gierigen Fratzen kamen ihr erschreckend nahe, sie war wieder gefesselt und wand sich unter ihren harten Griffen. Die schweren Hände drückten sie gegen die kalte Wand hinter ihr, deren grobe Steine sich spürbar in ihren Rücken bohrte. Sie griffen zwischen ihre Beine, fuhren immer höher... Keuchend schlug Aelar die Augen auf und blickte in Sleiz´ Gesicht. |
|||
|
19.02.2008, 16:32
Beitrag #8
|
|||
|
|||
|
Sleiz stand dicht über Aelar gebeugt und sah sie besorgt an.
,,Du hattest einen Albtraum und hattest dich hin und her gewälzte. Zuerst dachte ich es wäre nicht so schlimm doch als du anfingst vor dich hin zu murmeln und immer lauter wurdest habe ich mir sorgen um dich gemacht. Was ist los? Wenn es dir hilft kannst du es mir anvertrauen." Sleiz hatte so etwas bei Aelar noch nie erlebt. Er wusste, dass es etwas mit Ellesmera zu tun haben musste. Eigentlich hätte ihm seine Wut über die Elfen wieder zum kochen bringen müssen, doch dafür war er viel zu besorgt um Aelar. Er hatte Aelar in vielen Gefühlslagen erlebt, von Fröhlichkeit über Zorn bis hin zu tiefer Trauer, doch so etwas wie eben hatte er noch nie erlebt. /Was hatte man mit Aelar angestellt?\ Dieser Gedanke war neben dem wie er ihr helfen konnte der einzige den er hatte.
|
|||
|
19.02.2008, 18:40
Beitrag #9
|
|||
|
|||
|
Dankbar über das, was sie gerade gehört hatte stieß sie die Luft aus.
Der Traum war ihr so echt erschienen. Zitternd warf sie sich Sleiz buchstäblich in die Arme und drückte ihn so fest an sich, dass sie seine Knochen knacken hörte. Er sollte nicht sehen, dass sie schon wieder kurz davor war, in Tränen auszubrechen. Sie fühlte sich so erbärmlich. "Ich glaube, ich werde wohl noch eine Weile brauchen um diese Sache zu verarbeiten", sagte sie leise. "Die Elfen. Die Elfen, die mich... gehen wir nicht mehr aus dem Kopf. Ich sehe sie vor mir obwohl ich ihre Gesichter noch nicht mal gekannt habe." Sie hielt kurz inne. "Wenn es schon dunkel ist, dann lass uns bitte weitergehen. Es sei denn du willst auch noch etwas schlafen, dann halte ich Wache." |
|||
|
19.02.2008, 22:38
Beitrag #10
|
|||
|
|||
|
,,Nein, draußen ist es noch hell. Doch ich din dankbar für dein Angebot."
Er war sich nicht sicher ob er Aelar nach genaueren Angaben fragen sollte. Er stand auf dünnem Eis was diese Sache anbelanget. Auf der einen Seite würde er ihr besser helfen können, doch auf der anderen würde das vielleicht ihre Pein noch schlimmer machen. Vorerst würde er sie damit in Ruhe lassen und hoffen das es nicht noch schlimmer wurde. Er setzte sich gegen eine Wand. Seit seine Erinnerungen zurückgekommen waren brauchte er die gewissheit das sich niemand in seinem Rücken befand. Er war nicht anders als früher. Er war wieder dort wo er nicht sein wollte in dem alten Hexenkessel aus Verrat, Intriegen und Mord auch wenn dies nun weitab war waren mit seinen Erinnerungen auch seine Gewohnheiten zurückgekehrt. Er blickte nochmal zu Aelar und versicherte sich durch ihren Blick das sie nun wache hielt, dann senkte er den Kopf und schloss die Augen. Sein schlaf war unruhig ung geplagt von den Bildern seiner Vergsangenheit. Bilder einig gebrägt vom Tod, jeder Gesicht ließ einen Schmerz in seinem Kopf zurück als hätte man Messer in seinen Kopf geschlagen. Jedes Gesicht brachte schmerzhafte Erinnerungen mit sich. Erinnerungen über die Person die ümstände warum sie gestorben war und ob er daran Schuld hatte oder ob sie sogar durch seine Hand gestorben war und wie er sie umgebracht hatte. Unruhig schwenkte er den Kopf von einer Seite zur andern. Sein Atem war unruhig und seine Stirn lag in tiefen Falten.
|
|||
|
22.02.2008, 22:14
Beitrag #11
|
|||
|
|||
|
Nachdem Sleiz sich niedergelassen und die Lider gesenkt hatte, setzte Aelar sich auf eine der vielen Kisten, die den Boden des Lagers säumten, und atmete tief durch.
Während Sleiz langsam in den Schlaf glitt verlangsamte sich ihre Atmung allmählich und ihr Herzschlag fand wieder seinen gewohnten Rythmus. Sie verkrampfte die Hände im Schoss, damit sie nicht mehr so unkontrolliert zittern konnten. Der Traum hatte sie völlig aus der Bahn geworfen. Und so sehr sie sich auch dagegen wehrte - das Erlebnis in Ellesméra würde sie wohl nicht so schnell vergessen können. Das Einzige worauf sie hoffen konnte, war es den Elfen irgendwann heimzahlen zu können, was sie ihr angetan hatten, obwohl diese von sich selbst immer höchster Ansicht waren und fortwährend den Schein aufrechterhielten, reine und schöne Wesen zu sein, die sich nichts gewillt zu Schulden kommen ließen. Sie verachteten sie, Schatten... Ein Blick auf Sleiz ließ Aelar wissen, dass es ihm nicht viel besser erging als ihr zuvor. Sein Gesicht war von Furchen durchzogen, die Lider flatterten unruhig und sein Mund zuckte. Sie warf einen Blick auf die vernagelten Fenster, durch die schmalen Streifen Sonnenlichts fielen. Lange konnte es nicht mehr hell sein. Hoffentlich. |
|||
|
23.02.2008, 12:47
Beitrag #12
|
|||
|
|||
|
Sleiz schreckte auf als er eine Berührung am Arm spürte. Instinktive zog er seinen Dolch noch bevor er die Augen geöffnet hatte. Eine schnelle Bewegung, doch er stoppte bevor er Aelars Kehle erreichen konnte.
In ihren vor Entsetzen geweiteten Augen sah er sein Spiegelbild. Vollkommen fertig ließ er den Dolch zu Boden gehen. Er konnte nicht fassen was er gerade beinah getan hätte. Er merkte wie sein Atem stoßweise seinen Brustkorb hob und senkte. Er wollte etwas sagen doch über seine bebenden Lippen kam kein Wort. Er fühlte sich wie ein gejagtes Tier das bei seiner Flucht alles das umbrachte was ihm im Weg stand, ohne auch nur darüber nachzudenken. Er musste aufhören sich vor seiner Vergangenheit zu verkriechen. Er musste sich endlich dieser Verantwortung stellen. Immer noch fassungslos darüber was er gerade beinah getan hätte, lehnte er sich wieder gegen die Wand. Er blickte, zwar immer noch in Aelars Augen doch sah er sie nicht mehr. Sein Blick schien auf kein Bestimmtes Ziel gerichtet zu sein und nur in die Leere zu gaffen. Er versuchte erneut etwas zu sagen und diesmal gelang es ihm, wenn auch nur mit einer leisen kraftlosen Stimme. ,,Verzeih, ich bin nicht mehr der selbe seit dem meine Erinnerungen wiederkommen. Ich habe viele getötet. An meinen Händen klebt mehr Blut als du jemals auf den Lippen tragen wirst. Nun suchen sie mich in meinen Erinnerungen heim.
|
|||
|
23.02.2008, 15:09
Beitrag #13
|
|||
|
|||
|
Immer noch leicht erschrocken, näherte Aelar sich Sleiz schließlich langsam und vorsichtig wieder, um ihn nicht noch mehr aufzuregen, setzte sich neben ihn und legte ihm behutsam eine Hand auf seinen zitternden Arm.
"Macht dir keine Sorgen, es ist ja nichts passiert", sagte sie leise. "Du hast in sehr kurzer Zeit sehr viel, um es milde auszudrücken, Unschönes aus deiner Vergangenheit erfahren und es würde jedem so gehen, dass man in der ersten Zeit nun mal auf alles überempfindlich reagiert." Sleiz erwiderte nichts, obwohl sein Blick auf sie gerichtet war, doch er war merkwürdig starr, als ob er das, was in seiner Umgebung geschah, überhaupt nicht richtig wahrzunehmen vermochte. Als wenn die Eindrücke an einer stumpfen Oberfläche abprallten, es nicht schafften, ins Innere vorzudringen. Aelar sah Sleiz eindringlich an, um zu ihm durchzudringen. "Du kannst mir vertrauen das weißt du, egal was passiert. Nur verdränge deine Erinnerungen nicht, das macht es nur schlimmer." Sie hielt inne und fügte dann grinsend noch hinzu: "Und wenn du mich das nächste Mal angreifst, werde ich mich schon zu wehren wissen, also sieh dich vor." Sie nahm die Hand von seinem Arm und warf nochmal einen Blick zu den Fenstern. Es waren einige Stunden vergangen, seitdem Sleiz sich zur Ruhe gelegt hatte und dementsprechend drang kein Licht mehr durch die Ritzen. Aelar atmete auf und erhob sich. |
|||
|
24.02.2008, 00:00
Beitrag #14
|
|||
|
|||
|
Aelar hatte seine Laune wieder etwas gebessert.
,,Pass du lieber auf, dass du noch etwas von mir übrig lässt was du dann wieder zusammenflicken kannst," erwiederte er. Er erhob sich schwerfällig und steckte seinen Dolch wieder ein, dann ging er zur Türe. Vorsichtig öffnete er sie und späte ihnaus. Es war wieder dunkel und die Straße war ruhig. Die Bewohner schienen friedlich zu schlafen ohne auch nur die leiseste Ahnung von ihnen zu haben. ,,Wir sollten zuerst im Radhaus nach der Lage sämtlicher Bibliotheken suchen, die alt genug sind um Informationen über Durza zu enthalten. Oder besser gesagt die alt genug sind um nach glaubhafte Legenden von ihm zu enthalten. Danach sehen wir weiter ob uns dieses Wissen weitehelfen kann." Aelar nickte knapp und er fuhr fort, ,,Wir müssten eigendlich keine Probleme bekommen, aber wir sollten dennoch versuchen nicht entdeckt zu werden, es würde die elfen nur auf unser Fährte bringen. Sollte man uns dennoch entdecken werde ich einfach in meinem Schatten verschwinden und du kannst dich unsichtbar machen. Wir treffen uns dann hier wieder. Ein Kampf wäre zu auffällig und die Spuren zu beseitigen schwirig. Bestenfalls wird man dann die Gerüchte über uns, als eine aus einem Saufgelange entstandene Illosion halten." Nach dieser Erklärung schlichen sie los immer darauf bedacht nicht von irgendeiner Person entdeckt zu werden. Sleiz Fähigkeit die Gefühle von Personen spüren zu können war dabei sehr hilfreich.
|
|||
|
24.02.2008, 21:45
Beitrag #15
|
|||
|
|||
|
Aelar trat nach Sleiz in die beruhigende Dunkelheit hinaus und atmete die kühle Luft ein. Die Kälte schien ihre Gedanken wieder etwas zu ordnen, und ihre Besorgnisse zu mildern. Sie sah sich um - keine Menschenseele war zu sehen, und es verwunderte sie auch nicht. Die Beschreibungen von ihnen hatten sich vermutlich längst über ganz Alagaesia ausgebreitet, sodass die Menschen in allen Städten auf der Hut waren. Zugleich war es jedoch ungemein beruhigend, zu wissen, dass die Elfen sie nicht schon wieder entdeckt hatten. Sie spürte nichts, was ihr irgendwie verdächtig vorkommen sollte, und das lag nicht an der Droge. Die Wirkung war längst verflogen.
Also schlichen sie leise durch die Straßen, begegneten niemandem, bis sie schließlich am Rathaus der Stadt angelangten. Früher hatte es dieses Gebäude nicht gegeben, denn zu der Zeit der letzten Drachenreiter war Gil´ead nur eine dunkle Ansammlung von Baracken gewesen, in denen die Soldaten und Kriegsgefangene untergebracht worden waren. Jetzt sah die Stadt schon eher wie eine aus. Langsam näherten sie sich dem Gebäude, nachdem Aelar ihren Geist ausgeschickt und sichergestellt hatte, dass es unbewacht war. Unter diesen Umständen war es nahezu ein Kinderspiel hier einzudringen. Ein kleiner Einsatz von Magie über dem Schloss und sie stahlen sich unbemerkt hinein. |
|||
|
|
| Möglicherweise verwandte Themen... | |||||
| Thema: | Verfasser | Antworten: | Ansichten: | Letzter Beitrag | |
| [suche nach kreity] | Hadarac | 29 | 2.281 |
09.07.2007 20:03 Letzter Beitrag: Hadarac |
|
Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 4 Gast/Gäste






![[Bild: nicedayce8.png]](http://img145.imageshack.us/img145/1158/nicedayce8.png)

