Themabewertung:
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Marna
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04.02.2008, 17:02
Beitrag #1
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Marna
Für Sleiz die Reise diesmal anders als bisher. Er fühlte sich wohl hier so als ob es sein Zuhause wäre. Er musste an seinen Letzten Aufenthalt hier denken und seine Stimmung verschlechterte sich als er begriff das diese Welt ein Friedhof war. Ein Friedhof für all jene, deren Seelen nicht rein genug waren und nun hier ihre unwirkliche Existenz fristen.
Er legte ein schnelles Tempo an um diesen Ort so schnell wie möglich zu verlassen bevor sich auch nur einer der Kraftfresser hier blicken ließ. Sie kannten nun den Geschmack seiner Kräfte und würden ihn, sollte er sich zu lange hier aufhalten, finden. Der Gedanke ließ ihn frösteln. Einige Zeit später, es musste bereits dämmern, waren sie an den Hängen des Marna angekommen. Der Ort war ein gutes neues Versteck und würde ihnen eine Zeit lang Schutz bieten. ,,Wir werden hier rasten, der Ort ist mir zwar zu nah an Du Weldenvarden, aber er ist ein ideales Versteck, bis wir uns entschieden haben wohin wir nun gehen wollen. Aelar war verschwunden und Sleiz wollte ihr hinterher als er plötzlich einen Blick auf seinen Rücken spürte, das Wesen blickte Sleiz an, doch dieser verschwand bevor es irgendetwas unternehmen konnte. Die Stelle an der sie angelangt waren war ruhig. Sie waren auf einer weiten Grasbewachsenen Ebene auf einem der Gipfel des Berges. Zur einen Seite klaffte ein tiefer Abgrund während die andere Seite in einen Wald mündete. Ein kleiner Gebirgsbach plätscherte irgendwo in der Nähe. Sleiz ließ sich einfach ins Gras sinken und schloss die Augen.
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04.02.2008, 18:54
Beitrag #2
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Aelar setzte sich neben Sleiz ins Gras und sah ihn zögernd von der Seite an. Sie war sich nicht sicher ob er es wirklich so gelassen nahm, wie er tat, doch er schien um jeden Preis wenigstens so wirken zu wollen.
"Sleiz?", sagte sie schließlich, nachdem sie ihn noch eine Weile beobachtet hatte. "Du hast dich erinnert... an dein vergangenes Leben, deinen Namen und an ihn. Aelar war immer noch geschockt, nachdem sie so plötzlich erfahren hatte, dass derjenige der Sleiz jagte, hasste und umbringen wollte, sein Bruder war. Er jedoch schien ebenfalls nicht überrascht gewesen zu sein, nachdem Sleiz seine neuen Erinnerungen ausgeprochen hatte. Es musste ein merkwürdiges gefühl sein, sich plötzlich an so viele Dinge, bedeutende Dinge, die man komplett vergessen hatte, wieder erinnern zu können. Seine Geister schienen es wohl gut mit Sleiz zu meinen. "Bist du gar nicht... traurig?" |
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04.02.2008, 20:32
Beitrag #3
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Sleiz öffnete die Augen, setzte sich auf und sah Aelar fragend an: ,,Traurig? Wieso sollte ich? Ich war damals ein Elf und sein Bruder und? Nun bin ich ein anderes Wesen lebe ein neues Leben und bin in keinster Weise mehr an meine alte Existenz gebunden. Ich habe dieses Leben als Schatten und kann es neu nach meinem Willen gestalten- Gemeinsam mit dir. Auch wenn ich nicht weiß warum ich zu einem Schatten wurde, denn meine Erinnerungen kehren jetzt nur langsam und schleichend zurück, ich bin froh darüber das ich diesen Weg gewäht habe."
Sleiz schaute Aelar lange an, dann sprach er weiter: ,,Egal wer ich vor meinem Leben als Schatten war, nichts wird etwas daran ändern was ich nun bin oder was du mir bedeutest. Selbst wenn ich jemals so leben könnte wie früher, ich würde nicht einen Tag zurückkehren, denn du bist jetzt mein Leben." Sleiz blickte noch einen Moment lang an, dann sah er in die Ferne. ,,Man sagt es hätte im Laufe der Zeit hätte es sowohl Menschen als auch Elfen gegeben die sich freiwillig den Geistern unterwarfen um ihr Leben das sie verschwendet hatten zu entfliehen. Verstehst du? Sie wollten eine zweite Chance haben die ihnen ihr Leben nicht mehr bieten konnte. Vielleicht bin ich auch einer dieser Elfen gewesen, wie gesagt ich kann es nicht sagen, noch nicht."
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04.02.2008, 21:59
Beitrag #4
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"Mhm." Aelar wusste nicht genau, was sie darauf erwidern sollte und sie wusste auch nicht ob sie genau so dachte, doch zumindest bei dem Punkt, nicht in ihr altes Leben zurückkehren zu wollen stimmte sie Sleiz zu.
Ihr Dasein in Du Weldenvarden war Tag für Tag immer nur schrecklich langweilig, eintönig und trostlos gewesen. Selbst nachdem sie mit Lythanda gereist war, hatte sie nie wirklich das Gefühl gehabt, glücklich, zufrieden zu sein, obwohl es ihr natürlich besser als in ihrer alten Heimat ergangen war. Doch das ewige, beinahe sinnlose Reisen und die unerträglichen Launen von Lythanda, ihre Undankbarkeit - all das hatte die ganze Sache nicht gerade erträglicher gemacht. Irgendwie befanden sie sich ja in einer ganz ähnlichen Situation, ging es ihr durch Kopf. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass sie jetzt - obwohl es natürlich vorher auch nicht viel angenehmer gewesen war - von jedem Lebwesen, das ihr über den Weg lief umgebracht werden wollte. Aber auch mit dem Unterschied, dass sie jetzt jemanden hatte, dem sie vertraute, ihr Leben anvertraute, und jemand, der ihr bewiesen hatte, dass sie dies jederzeit wieder tun könnte - tun würde. Sie rückte näher zu Sleiz und legte einen Arm um ihm, genoss den Moment der Stille und des Friedens, unwissend, dass auch er nicht mehr lange andauern würde. |
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04.02.2008, 22:18
Beitrag #5
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Sleiz erwiederte Aelars Gestehe. Einige Zeit lang saßen sie einfach nur dort und ließen die Zeit verstreichen. Dann stand Sleiz auf: ,,Wir sollten ein Lager aufschlagen immerhin dürfte es hier oben heute Nacht ziemlich kalt werden außerdem haben wir schon seit längerer Zeit nichts mehr gegessen."
Sleiz wusste nicht wie lange er in der Schattenwelt gewesen war, doch er merkte das es länger als ein Tag gewesen sein musste. ,,Wie wäre es ich besorge etwas zu Essen und Brennholz und du holst Wasser und suchst eine gute Stelle für einen Lagerplatz." Er lächelte Aelar engegen, von ihm aus konnten sie ewig so durchs Land ziehen, obwohl es ihm auch behagen würde endlich einen Platz zu finden, von dem er nicht mehr fliehen musste und an den er sich wenn es sein musste zurückziehen könnte. /Vielleicht werde ich ihn ja irgendwann zusammen mit Aelar finden.\
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05.02.2008, 16:35
Beitrag #6
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Aelar nickte, stand nun ebenfalls auf und streckte sich kurz. Dann entfernte sie sich von der Anhöhe, auf der sie gesessen hatten und streckte ihren Geist aus, bis sie schließlich die einzige Wasserquelle in der der Nähe ausgemacht hatten. Sich nach ihr richtend hatte sie in wenigen Minuten einen schmalen Bach gefunden, der sich unter dem dichten Blätterdach des Waldes durch den Boden wandt.
Aelar sah sich um - durch die Kronen der hohen Bäme drang nur wenig Licht und Wärme, doch der harte Untergrund war trocken und es erwies sich als einigermaßen geschützt. Was konnte man auch groß erwarten, wenn man auf der Flucht war? Also schickte sie Sleiz ein Bild ihres Aufenthaltsorts und ließ sich dann am Fuße einer Kiefer nieder und wartete. |
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05.02.2008, 17:56
Beitrag #7
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Sleiz war erfolgreich gewesen. Neben etwas Wild hatte er einige Waldbeeren gesammelt.
Mit seiner Beute kam er zu der Stelle die ihm Aelar gezeigt hatte, wo sie bereits auf ihn wartete. Das Essen verlief schweigend, auch danach schwiegen sie eine ganze Weile. Sleiz wollte ein Gespräch beginnen ihm viel jedoch kein Thema ein über das er sich mit Aelar unterhalten konnte. Nachdem noch mehr Zeit verstrichen war gab er sich einen Ruck: ,,Wo sollen wir jetzt hin, ich meine du wirst sicherlich keine Lust haben hier ewig zu bleiben. Außerdem behagt es mir nicht dem Einflussgebiet der Elfen so nah zu sein. Bisher haben sie warscheinlich nur vermutet das ich einst Geledin war, nun werden sie es durch meinen Bruder warscheinlich bald erfahren und dann werden sie mich noch vunerbittlicher jagen als zuvor."
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05.02.2008, 18:46
Beitrag #8
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Das Essen war schweigend verlaufen und ebenso die Stunden danach, die Aelar wie eine halbe Ewigkeit vorkamen.
Um sie herum war völlige Dunkelheit hereingebrochen, die nur von dem spärlichen Licht des Feuers, das sie entfacht hatten, und das von Aelar mit einem Zauber belegt worden war, damit es keinen Rauch abgab, durch den sie verraten werden konnten, durchbrochen wurde. Als Sleiz schließlich das Schweigen brach, kam ihr seine Stimme seltsam fremd vor, als hätte sie sie monatelang nicht gehört hätte. Am liebsten, auch wenn sie selbst nicht wusste, warum, hätte sie ihn ignoriert, doch letztenendes zwang sie sich doch zu einer Antwort, da die Frage, die er gestellt hatte, schließlich auch für sie galt. "Ich weiß noch nicht", sagte sie knapp. "Auf jeden Fall bleiben wir die Nacht über hier und dann werden wir morgen sehen, dass wir so weit wie möglich wegkommen." Vielleicht nach Vroengard, das wäre mit Sicherheit interessant oder sie könnten Alagaesia sogar ganz verlassen. "Gute Nacht", fügte Aelar schließlich noch hinzu, dann drehte sie sich um und schlief augenblicklich ein. |
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05.02.2008, 20:06
Beitrag #9
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Sleiz wachte auf und merkte das etwas nicht Stimmen konnte. Es war zu still und der Wald war nie still es sei denn jemand scheuchte alles auf.
Schlagartig wurde ihm bewusst was dies hieß. Jemand musste hier sein. Er lauschte. Metall, Metall das auf Metall rieb und leise klirrend gegeneinander Schlug. Er hörte Schritte von schweren Stiefeln. ,,Angriff" Ertönte eine klare Stimme. Sleiz sprang auf die Beine, aus dem Wald kamen mehrere gerüstete Elfenkrieger auf ihn und Aelar zu. ,,Aelar verflickst wach auf! Sleiz konnte nicht mehr machen als sie zu warnen, dann musste er sich gegen die Angreifer zur Wehr setzen. Die Elfen waren gut gerüstet, sie hatten breite Schilde mit denen sie Sleiz schnellen Angriffen standhalten konnten, während ihre starken Rüstungen sie vor den meisten durchgekommenen Schlägen schützten. Sie bildeten einen Schildwall vor Sleiz und schlugen mit ihren langen Schwertern nach ihm sobald er in Reichweite war. Methodisch drängten sie Sleiz zurück während, einige bei Aelar zurückblieben. Sleiz versuchte sich zurück zu kämpfen doch gegen den Schildwall war er Machtlos. Sich verfluchend, dass er keine Magie mehr benutzen konnte, verschwand Aelar aus seinem Blickfeld. Er versuchte sich an der Mauer der Schilde vorbei zu kämpfen doch die Schilde folgten jeder seiner Bewegungen, selbst die Bäume konnten sie nicht daran hindern eine durchweg geschlossene Mauer zu bilden. Jede Bewegung war genaustens einstudiert, diese Elfen waren keineswegs aus Zufall hier, sie mussten hierher geschickt worden sein, doch wie hatte man sie so schnell gefunden?
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05.02.2008, 21:02
Beitrag #10
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Lauter metallener Lärm riss Aelar aus dem Schlaf. Sie drehte sich zur Seite um, konnte aber in der Dunkelheit des Waldes nicht viel erkennen.
"Sleiz?" Plötzlich, bevor sie auch nur versuchen konnte, sich zu wehren, zu reagieren explodierte ein brennender Schmerz an ihrem Hinterkopf. Eine Hand von jemandem, dessen Anwesenheit sie nicht gespürt hatte, wurde ihr zentimeterdicht vors Gesicht gehalten und einige Worte gemurmelt. Alles vor ihren Augen verschwamm, als ihr etwas wie eine kühle Flüssigkeit die Kehle hinab und durch den ganzen körper zu rinnen schien und ihre Energie aus ihr weichen ließ. Ihr fehlte plötzlich die Kraft, zu schreien. Sie versuchte, aufzustehen, irgendeine Art von Widerstand zu leisten, doch ihr Körper wollte ihr nicht mehr gehorchen. Starke Arme griffen nach ihr und zogen sie grob auf die Beine, wo sie ohne die unsichtbare Gewalt, die sie festhielt, sofort wieder die Kontrolle verloren hätte. Ihre Sicht war wie verschleiert und so sehr sie sich auch zu konzentrieren versuchte, wollte ihr es nicht gelingen. Es war als wäre sie betäubt worden. Am Rande nahm Aelar wahr wie sie vorwärts gestoßen wurde und konnte dann mehrere Stimmen vernehmen, allerdings nicht verstehen, was diese sagten. Nur soviel - es mussten mehrere sein. Sie versuchte, ihren Geist auszustrecken um Sleiz zu finden, doch sie spürte rein gar nichts. Sämtliche magische Reserven schienen geblockt zu sein, als ob ihr jemand den Zugriff auf sie versperrt hätte. |
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05.02.2008, 21:44
Beitrag #11
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Sleiz wurde bis an die Klippe zurückgedrängt. Ihm blieb nur eine Möglichkeit gegen einen Schildwall vorzugehen fiel ihm ein. Entschlossen trat er gegen das Schild eines der Krieger.
Dieser stolperte zurück und öffnete Sleiz so die Flanken seine beiden Nebenmänner. Sleiz schlug zu bevor sie die Lücke wieder schließen konnten. Einer der beiden Krieger ging zu Boden während der andere schnell genug handeln konnte um sein Schild in die Richtige Position zu bekommen. Sleiz musste unter den nun folgenden Schlagen wieder zurückweichen und stand nun diereckt am Abgrung der sich hinter ihm auftat. Der Wall war wieder Geschlossen. Sleiz machte sich bereit sich erneut gegen die Krieger zur wehr zu setzen, da ertönte eine Stimme hinter den Kriegern: ,,Aufhören er braucht ihn lebend." Die Elfen traten einen Schritt zurück und gaben den Blick auf einen der ihren Frei. Der Elf der war abgesehen von einem roten Mantel nicht anders gerüstet als die anderen aber der Mantel reichte um ihm zu sagen das es sich um den Anführer handelte. ,,Leg die Waffe nieder!" Sleiz dachte nicht dran, er würde dieser verlogenen Ratte das Gesicht vom Schadel reißen. ,,Du sollst die Waffe niederlegen!" Hinter dem Anführer brachten zwei Soldaten Aelar herbei. ,,Oder willst du für ihren Tod verantwortlich sein?" Er legte Aelar einen Dolch ans Herz.
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05.02.2008, 22:21
Beitrag #12
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Aelar wurde weiter vorwärts gestoßen. Sie versuchte nun nicht einmal mehr, sich zu wehren, denn sie wusste, dass sie keine Kraft dazu aufbringen würden könnte.
Etwas legte sich um ihre Kehle, doch nicht fest genug um ihr die Luft abzuschneiden. Dann ertönte eine schnarrende Stimme irgendwo in ihrer Nähe, ob von rechts oder links, vor, hinter oder über ihr konnte sie nicht ausmachen. Spielte das eine Rolle? Und was machte sie überhaupt hier? Sie versuchte, sich zu erinnern - eben hatte sie es noch gewusst, ganz sicher! - doch ihr Gehirn wollte einfach nicht arbeiten. Ihr wurde ein weiterer Stoß versetzt, dann hielten diejenigen, die sie hier rumschubsten plötzlich an. Wieder ertönte die Stimme. Aelar öffnete die Augen die sie geschlossen hatte, in der Hoffnung, dass ihre Sehkraft vielleicht auf wundersame Weise zurückkehren würde. Doch alles war nach wie vor unerkennbar, als würde sie versuchen, durch einen dichten, undurchdinglichen Nebel zu blicken. Sie war kurz davor, das Bewusstsein zu verlieren, doch plötzlich wurde ihr etwas scharfes an die Brust gehalten und sie schreckte auf. Verdammt! Diese verfluchten Elfen hatten sie schon wieder gefunden und jetzt würden sie sie umbringen und sie konnte absolut nichts dagegen tun. Sie fühlte sich so schrecklich hilflos als der Griff um ihren Hals verstärkt wurde. Sie konnte sich nicht einmal bewegen und sie hatte nicht die leiseste Ahnung wo Sleiz steckte - was sie mit ihm vorhatten, oder schon getan hatten... Aelars schwacher Versuch, sich der Umklammerung zu entreißen wurde durch einen schmerzhaften Stich in ihrer Brust beantwortet. Sie sog scharf die Luft ein und gab augenblicklich ihren Widerstand auf. Der Schnitt konnte nicht sehr tief sein, doch sie spürte bereits warmes Blut der Wunde entrinnen und über ihre Haut laufen. So konnte es doch nicht enden... |
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05.02.2008, 22:57
Beitrag #13
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Die Tat des Anführers hatte seine Wirkung auf Sleiz, der sofort die Waffe fallen ließ. Er konnte nicht die Schuld für Aelars Tod auf sich nehmen, auch wenn es das klügste gewesen wäre, die Elfen einfach nieder zu machen. Doch dann würde Aelar sterben seinet wegen und das konnte und wollte er nicht verantworten.
So würden die Elfen beide bekommen und das ohne auch nur einen einzigen ihrer eigenen Leute verloren zu haben. Es würde Aelars Tod nur in die Länge ziehen das wüsste er. In Du Weldenvarden wartete kein Verfahren auf Schatten sondern nur ein schand Tod vor dem versammelten Elfenpöbel. Sleiz blieb dort stehen wo er war, die Warnung war deutlich genug gewesen. Langsam hob er die Arme und verschrenke sie hinter dem Kopf, sein Blick war nur auf Aelar gerichtet. Sein Blick sagte alles aus. Grinsend gab der Anführer einem seiner Männer ein Zeichen. Der Soldat setzte sich in Bewegung und kam auf Sleiz zu. Zuerst ging er bis zur Waffe und versuchte sie aufzuheben ließ sie aber sofort wieder fallen. Fluchend rieb er sich die Hand, trat die Waffe in den Abgrund und wandte sich dann Sleiz zu. Ein Schlag traf ihn Hart in die Magengrube, ein zweiter folgte. Sleiz krümmte sich stand allerdings wieder auf und sah den Elfen der vor ihm stand mit klater Mine an. ,,Wie findest du das du verfluchtes Monster? Deinetwegen ist meine halbe Familie tot." Eine weiterer Schlag traf ihn. Der Schlag liß ihn zurüchtaumeln, zugleich setzte ein Windstoß ein. Sleiz verlor den Boden unter den Füßen. Er erhaschte noch einen Blick auf Aelar, dann verschluckte der Abgrund ihn. Eben hatte er wenigsten noch den trost gehabt gemeinsam mit Aelar sterben zu können doch nun würde er allein sterben genauso wie er in dieses Leben hineingeboren wurde. Ein Lachen über die Ironie seines Schiksals huschte über sein Gesicht, dann schlug er gegen einen hervorstehenden Fels und verlor das Bewusstsein.
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06.02.2008, 00:07
Beitrag #14
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Der Schmerz raubte Aelar fast den Atem als sich die scharfe Klinge tiefer in ihr Fleisch drückte. Wenn sie sie unbedingt töten wollten, warum taten sie es dann nicht wenigstens schnell, sondern quälten sie, bis sie jämmerlich verrecken würde?
Der Druck der Waffe ließ nach und plötzlich schien sich ihre Sicht zu schärfen, als ob die Schmerzen ihre Sinne geklärt hätten. Sie konnte die Worte die gesagt worden nun - zwar immer noch leise und undeutlich - vernehmen. "... du verfluchtes Monster? Deinetwegen ist meine halbe Familie tot." Oh nein, nicht schon wieder... Ihre Kräfte schienen Aelar immer schneller zu verlassen während sich ihre Sicht jedoch weiter lichtete und ihr schließlich einen Blick auf einen Elfen in Rüstung und Sleiz, der vor ihm stand und die Hände hinter dem Kopf verschränkt hatte, freigab. Aelar wandt vorsichtig den Kopf und sah, dass sie von einem halben Heer von Elfenkriegern umringt waren, von denen zwei sie festhielten, und einer ihr den Dolch in die Brust stach. Sie hob ihren Blick wieder zu Sleiz, bemüht die Schmerzen zu ignorieren, und erstarrte. Der Elf versetzte Sleiz einen Schlag in den Bauch, welcher ihn zurücktaumeln ließ - und fallen. Alles schien wie in Zeitlupe zu geschehen, ihre Blicke trafen sich ein letztes Mal, dann wurde Sleiz von dem gähnenden Abgrund verschluckt. Aelar nahm ihren entsetzten Aufschrei kaum wahr als sie sich aus den Armen der Soldaten befreite und sich der Dolch zentimetertief in ihre Brust rammte. Sie brach keuchend zusammen und wurde fast augenblicklich wieder von den Soldaten gepackt und auf die Beine gezerrt. Ihre Augen waren in die Tiefe zu ihren Füßen gerichtet, doch sie konnte Sleiz nicht mehr sehen. Sie spürte wie ihr plötzlich schwindlig wurde, ihre Umgebung schien sich vor ihren Augen zu drehen, wieder zu verschwimmen, dann wurde alles schwarz. |
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06.02.2008, 16:06
Beitrag #15
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Sleiz wachte unerwarteter Weise wieder auf. Er hatte gedacht, dass er diesen Sturz nicht überleben würde. Langsam kehrte seine Wahrnehmung wieder zurück.
Ein knorriger Baum der hier an der Klippe wuchs hatte seinen Fall gestoppt. Vorsichtig setzte er sich auf den Stamm und untersuchte seinen Hinterkopf, da, wo er gegen den Fels geschlagen war. Vor Schmerzen zog er die Hand wieder zurück, Blut lief über seine Finger. Sleiz war also nicht lange Bewusstlos gewesen. Seine Knochen schmerzten während er noch oben sah. Er war etliche Meter gefallen und nur dieser Baum hier hatte ihn vor dem sicheren Tod bewahrt. Dann überkam ihn Sorge Aelar war immer noch in den Händen der Elfen. Er musste sie befreien bevor man sie wie ein Tier abschlachten würde. Er sah die Klippe hinauf, er musste wieder nach oben. Er tastete nach seinem Umhang und riss aus diesem mehrere Lange streifen heraus mit denen er seine Hände bandagierte. Den Rest ließ er einfach in die Tiefe fallen. Er würde ihn nur noch behindern sowohl beim Klettern als auch in Zukunft beim Kämpfen. Langsam machte er sich daran die Felswand wieder hinaufzuklettern. Glühender Hass motivierte ihn. Hass auf jene die ihn von Aelar getrennt hatten und sein ohnehin zerbrochenes Leben nun zu staub verwandeln wollten. Unter seiner Zerfetzen Kleidung fingen die Muster wieder an sich zu bewegen doch diesmal schienen sie zu zerbrechen und sich nun wie flammen über seine Haut zu ziehen. Er merkte wie sich eine Hitze sich über seine Hände und Arme ausbreitete. Die Rechte hälfte seines Gesichts brannte wie Feuer und die Hitze die von dort ausging schien hinab zu kriechen über seinen Hals und seine Schulter und um mit der Hitze seines rechten Armes eins zu werden. Sein Hass und der Wille Aelar zu retten schienen seine Kräfte ins unermessliche zu steigern und so kletterte es die steinerne Wand in grimmiger Stille hinauf, entschlossen alles und jeden zu töten der es wagen sollte sich zwischen ihn und Aelar zu stellen.
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