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Die Verfolgung
27.01.2008, 20:06
Beitrag #1
Die Verfolgung
Sheno war nun angelangt. Er hatte die Hadarac-Wüste erreicht. Er prüfte seine Proviant, dann betrat er die Wüste.
Er schlenderte durch den Sand, der sich unter seinen Füßen wie ein Meer anfühlte, er schlenderte, ohne zurück zu sehen, da er mit seinen Gedanken auf die Wüste konzentriert war.
Die Stunden verstrichen viel langsamer, und es kam ihm bereits jetzt schon so vor, als ob er schon mehrere Stunden durch den Sand ging, konzentriert darauf, ein Zeichen von Sleiz zu finden.
Nach einer Weile sah er ein humanoides Wesen am Horizont auftauchen, in der Hoffnung, Sleiz zu finden. Jedoch war diese Person alleine und machte den Anschein, ein Elf zu sein. Sheno näherte sich langsam, als er sah, dass der Elf seine Waffe zog. Sheno hielt seine Hände an die Griffe seiner Schwerter, dann zog er sie und blockte den ersten Angriff des Elfen.
Muster zierten das Gesicht des Elfen und man konnte diesen Mustern entnehmen, dass es sich um einen Zauber hielt, der die Gedanken des Opfers kontrollierte. Er dachte sofort an Sleiz, dem es scheinbar keine Probleme machte, andere Leute den Willen zu rauben.
Sheno führte seine erste Attacke aus, jedoch blockte der Elf den Angriff ohne Probleme. Mit einer verzerrten Stimme sagte er: "Mein Meister wünscht, dass hier niemand lebend vorbei kommt. Stirb!"
Mit dem letzten Wort lief er mit vorangehaltener Lanze auf Sheno zu, jedoch sprang Sheno über den Elfen und verpasste ihm einen Schlag auf den Rücken. Der Elf taumelte, dann stand er jedoch wieder fest wie eine Statue im Sand. Sheno war verblüfft, dieser Elf war eine Herausforderung. Sheno steckte den ersten Treffer ein, als der Elf mit der Lanze Shenos Arm streifte. Sheno taumelte, dann merkte er, das er blutete. Er musterte die Wunden des Elfen, dann bemerkte er, das sie zwar Blut enthielten, jedoch nicht wirklich bluteten. Sheno nahm sich zusammen und führte einen Streich aus, mit dem er selbst Sleiz verletzen konnte, jedoch war der Streich schnell geblockt.
Sheno erhob sein Haupt, dann schlug er ein zweites Mal mit dem selben Streich zu, dieses Mal traf er. Der Elf sah, das er anfing zu bluten, dann ertönte seine verzerrte Stimme ein zweites Mal: "Neeein, das kann nicht sein."
Er verfiel in einen Blutrausch, und Sheno wusste, nun würde dieser Kampf noch schwerer werden, lief aber auf das Risiko hin, verletzt zu werden. Sheno traf den Elfen noch einmal, dieses Mal ein wenig unter der letzten Wunde.

[Bild: 2qlhlzp.png]

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28.01.2008, 18:22
Beitrag #2
 
Der Elf taumelte dieses Mal noch viel weiter zurück, dann war er wieder in seiner festen Position. Sheno wusste nun, wie er den Elfen verletzen konnte.
Mit einem gekonnten Sprung schlug die Klinge Shenos durch die Brust des Elfen. Ein Schrei, so laut als würde er über die ganze Wüste reichen, entfuhr dem Elfen bei diesem schneidenden Schmerz. Sheno lachte, doch plötzlich merkte er, dass er ein weiteres Mal getroffen wurde.
Sheno taumelte, dann sah er, das die Lanze ihn im Magenbereich durchbohrt hatte. So leicht kriegt man mich nicht klein, so leicht werde ich einem verfluchten Elfen nicht nachgeben. Diese Verletzung mag tief sein, und mich möglicherweise töten, aber ich werde erst sterben, wenn dieser Elf tot ist.
Wut pochte nun in ihm auf, jedoch merkte er, dass die Wunde ihm langsam die gesamte Kraft entsog. Ein weiterer Stich, und der Elf sackte zu Boden. Die Muster in seinem Gesicht verblassten langsam, er kam wieder zu Sinnen.
"Verzeihung, dass ich dich angegriffen habe, ich konnte nicht anders. Nun jedoch, ist mein Wille wieder frei und ich danke dir vielmals." Ein Husten seinerseits unterbrach ihn, dann fuhr er fort: "Einer der Fürsten Ellesmeras hatte mich in seinem Bann, er möchte, dass ein gewisser Gelendin eine Nachricht von ihm erhält, jedoch habe ich versagt, ich habe dich herausgefordert und verloren..."
Der Elf spuckte seine Seele mit dem letzten Wort aus und Shenos Erinnerungen kamen zum Teil wieder. Der Waldläufer sagte, dass er einen Bruder haben solle, und der Elf erzählte ihm von einem Gelendin. Beides traf zu, er hatte einen Bruder und dieser hieß Gelendin.
Sheno spürte, dass das Gespräch und der letzte Schlag ihm viel Energie entsogen haben, und er fiel in Ohnmacht. Vielleicht wird dies meine letzte Tat gewesen sein, aber ich werde nicht wissen, ob ich überlebe. Es scheint zumindest trostlos, immerhin bin ich ziemlich allein hier, und ich glaube kaum, dass ich soviel Glück habe, dass hier jemand vorbeikommt, der mir helfen kann.
Dieser letzte Gedanke raubte ihm die Anwesendheit, er war nun seinem Schicksal überlassen.

[Bild: 2qlhlzp.png]

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29.01.2008, 17:59
Beitrag #3
 
Die Tage verstrichen wie im Flug, zunächst gab es keine Zeichen von Sheno, aus denen man schließen konnte, das noch der Hauch einer Spur von Leben in ihm steckten, doch schließlich bewegte er sich wieder. Er war wieder zu sich gekommen.
Meine Verletzung ist geheilt, zwar nicht ganz, aber ich bin wieder bewegungsfähig. Merkwürdig, als hätte ich nun die Macht, mich schneller zu regenerieren. Trauer bewegten ihn zum Teil. Nun weiß ich wieder, dass ich einen Bruder habe, jedoch wüsste ich nicht, wo ich anfangen sollte, nach ihm zu suchen.
Sheno stand endlich auf, hungrig nahm er einen Laib Brot und verschlag ihn mit einem Mordstempo. Dann nahm er die Wasserflasche und nahm aus ihr einen Schluck - jedoch kam kein Tropfen heraus. Im Kampf war sie beschädigt worden.
Durstig setzte er sich wieder zurück in den Sand. Seine Haare flatterten im Wind, man konnte nun Zorn aus seinem Gesicht entnehmen. Sleiz kam ihm so merkwürdig bekannt vor, als wäre er verwandt mit Sheno. Dieser Gedanke verschwand auf der Stelle und Wut ersetzte ihn.
Er stand blitzartig auf, fand dann eine zweite Wasserflasche, nahm einen Schluck und machte sich dann auf.
Er wusste bald würde er Sleiz gefunden haben. Er wusste ebenfalls, dass es zu einem Kampf kommen würde. Geistig stellte er sich darauf ein, er würde bei der ersten Möglichkeit Sleiz so stark verletzen, dass er seine Deckung fallenlassen würde.
Dann fiel ihm auf, dass das vermutlich sehr schwer werden würde und er stampfte weiter durch den Sand, ohne eine Vermutung, wo er gerade war.
Eine Oase war ziemlich nahe gelegen und Sheno lief zu ihr hin und gönnte sich einen Schluck des klaren Wassers. Als er soweit fertig war, riss er sich zusammen und fuhr seine Verfolgung fort.

[Bild: 2qlhlzp.png]

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31.01.2008, 21:09
Beitrag #4
 
Es kam ihm vor, als würde er bereits Jahre durch den Sand stapfen, dann jedoch fand er im Sand etwas, was nicht durch Zufall hier liegen konnte.
Ein Dolch, der perfekt in die Hand eines Elfen passen würde. Sheno sah sich um, dann fiel ihm ein weiterer Elf in den Blickwinkel. Auf einen Kampf gefasst, zog Sheno seine Waffen, der Elf sah Sheno nun auch. Zunächst sah er aus, als würde er nicht kämpfen wollen, da er seinen Dolch auf den Boden legte, dann jedoch zischte es und Sheno sprang bei Seite.
Die Dolche flogen hoch in die Luft, befestigt an einem Netz, dann nahm Sheno einen der losen Dolche und schmiss sie dem Elfen entgegen. Der Elf brach zusammen, zuckte noch einmal und blieb dann still liegen.
Ein kleiner Trupp von Menschen näherte sich, sie sahen Sheno an und lächelten: "Vielen Dank, ihr habt einen berüchtigten Mörder getötet... und wie es ausschaut mit seinen eigenen Waffen. Moment mal..." Sheno nahm seine Waffen und blockte einen Messerwurf. "Es ist noch nicht vorbei, verschwindet von hier, der gehört mir."
Ein Pfeilschuss zerriss die Luft förmlich, dann sah man im Schatten einer Palme eine zweite Person. Vom Mantel und Kapuze verdeckt, sagte der Fremde, mit einer bekannt verzerrten Stimme: "Nun habe ich dich gefunden, Sheno."
Sheno, der von alledem nichts verstand, antwortete: "Wer bist du und woher kennst du meinen Namen?" Ein weiterer Pfeilschuss, dieses Mal fiel einer der Menschen um und lag regungslos da. "Wer ich bin, dass ist unwichtig. Was mit dir ist, ist viel wichtiger." Sheno sah den Fremden mit einer fragenden Miene an, dann merkte er, dass der Fremde versuchte, die Gedanken von Sheno zu verändern. Sheno blockte den Versuch und drang im Rückstoß in die Gedanken des Fremden ein, der auf der Stelle umfiel.
"Wa-wa-wa-was hast du vor?", fragte der Fremde. Sheno blieb kühl, dann sah er ihn an und lachte: "Ich, ich habe nichts vor, ich möchte nur wissen wer du bist." Der Fremde zuckte, dann fiel seine Blockade komplett und Sheno wusste nun, worauf der Fremde hinaus war. Er versuchte Gelendin ebenfalls zu finden, genau wie der Elf.
Sheno ließ den Fremden liegen, sagte dann jedoch: "Versuch nicht, Gelendin zu finden. Ich lasse dich laufen, jedoch wirst du beim nächsten Mal nicht so gute Karten haben, glaub mir." Der Fremde, voller Panik, lief davon, er verstand sofort, das Sheno ihn töten würde, wenn er zulange verweilen würde.
Dann sah Sheno in den Himmel und wusste, er würde Sleiz bald gefunden haben.

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